Sozialausschuss auch für Nachmittagsangebot am Bahnhof

Dritte Krippen-Kraft durchgedrückt

Ottersberg - (woe) · Mit einer leichten Abweichung gegenüber dem Vorschlag der Verwaltung hat der Sozialausschuss des Gemeinderates Ottersberg unter Leitung des stellv. Vorsitzenden Stefan Bachmann (SPD) in seiner Sitzung am Mittwochabend im Rathaus eine Regelung für das kommende Kindergartenjahr im Kindergarten Ottersberg-Bahnhof beschlossen.

Danach wird die Krippengruppe auf zwölf Kinder verkleinert und durch zwei Erzieherinnen und eine Teilzeit-Fachkraft betreut. Die bisherige Kleingruppe wird von zehn auf 16 oder 17 Kinder, teils im Krippenalter, aufgestockt und von zwei Erzieherinnen betreut.

Mit dieser Lösung könnte der Bedarf an Krippenplätzen gedeckt werden. Darauf verständigte sich der Ausschuss einstimmig.

▪ Verwaltung: Geld

▪ nicht vorhanden

Die Verwaltung wollte eigentlich die dritte Betreuungsperson in der verkleinerten Krippengruppe einsparen.

„Geht gar nicht“, hieß es aber seitens der Politiker in der Sitzung. Die zusätzliche pädagogische Fachkraft mit wenigstens zehn Wochenstunden brachte die SPD per Antrag ins Spiel.

Julia Schenke als Kindergartenleiterin in Ottersberg-Bahnhof hatte den Verwaltungsvorschlag zwar akzeptiert, hätte aber gerne eine dritte Kraft, um Spitzenzeiten der Arbeitsbelastung in der Krippengruppe abzufedern.

Auf Antrag der SPD beschloss der Ausschuss außerdem, die Betreuung im Kindergarten Ottersberg-Bahnhof befristet für ein Jahr bis 17 Uhr auszudehnen.

Das empfahl der Ausschuss mit den Stimmen von SPD, Grünen und GLO bei Ablehnung durch die CDU. Der Ausschuss folgte damit dem Wunsch von Eltern aus dem Ortsteil Bahnhof, die ihre Kinder hier bereits vormittags betreuen lassen.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, aus Kostengründen den Antrag abzulehnen: Eine Nachmittagsbetreuung verursache zusätzliche Personalkosten von bis zu 39 000 Euro im Jahr. „Wir verfügen aber derzeit über sechs freie Ganztagsplätze im evangelischen Kindergarten Ottersberg“, zeigte Verwaltungs-Vize Jürgen Buthmann-von Schwartz die Alternative auf.

Gleichstellungsbeauftragte Katrin Berger schlug sich auf die Seite der politischen Mehrheit: „Hier dürfen wir keinesfalls sparen. Denn die berufstätigen Eltern zahlen Steuern, wovon die Gemeinde profitiert.“

Als Bürgermeister Horst Hofmann eine Triumph-Äußerung von Müttern aus dem Publikum hörte, drückte der Verwaltungschef auf die „Spaßbremse“: „Wir haben das Geld nicht. Der Rat soll uns in der Sitzung am 10. Juni sagen, woher wir das Geld nehmen sollen.“

Den Antrag der ev. Kirchengemeinde Ottersberg, die Kosten des Einbaus einer Belüftungsanlage im Dachgeschoss ihres Kindergartens zu übernehmen, lehnte der Ausschuss einstimmig ab. Ottersbergs Sozialpolitiker hatten sich wiederholt mit dem Antrag beschäftigt. Hintergrund ist, dass Erzieherinnen sich über schlechte Belüftungsverhältnisse beklagen und immer wieder unter Kopfschmerzen leiden. Dazu erklärte Buthmann-von Schwartz: „Eine mögliche Kulanzregelung durch die Architektin entfällt. Sie hat erklärt, der Ausbau sei fachgerecht erfolgt und entspreche den geltenden Bauvorschriften. Eine normale Belüftung reiche aus, und sie werde sich an den Kosten keineswegs beteiligen.“ Die Kommune aber auch nicht, da der Ausschuss den Antrag jetzt ablehnte.

▪ Für Hort nur drei

▪ Anmeldungen

Zudem teilte Buthmann-von Schwartz mit, für den geplanten Hort in Otterstedt lägen bislang nur drei Anmeldungen vor. Die Verwaltung sei über die mäßige Resonanz verwundert. Denn der Wunsch nach einem Hort sei vorhanden gewesen, schilderte der stellv. Verwaltungschef. Abschließend gab er bekannt, das Richtfest für den Jugendtreff-Anbau werde am 6. Mai um 16 Uhr stattfinden.

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