Ausschuss billigte städtebaulichen Rahmenplan Allerufer / Die Zeit drängt / Realisierung bis 2013

Drei Bausteine für Generationen

Verden - (koy) · „Wir wollen den Schandfleck Kaufhalle beseitigen.“ Mit dieser unmissverständlichen Aussage eröffnete Bürgermeister Lutz Brockmann die jüngste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung. Und fand nur positive Resonanz. Das Gremium billigte einmütig die Vorlage zum städtebaulichen Rahmenplan Allerufer.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates, der darüber am 26. Januar beschließt, könnte ein Projekt auf den Weg gebracht werden, das für Generationen Verdens Stadtbild beeinflussen wird. Fachbereichsleiterin Ulrike Zeidler und die Verwaltung stehen damit vor einem Wettlauf mit der Zeit. Mit den drei Bausteinen „ehemalige Kaufhalle“, „Allerufer“ und „öffentlicher Raum“ wurde die Stadt in das Förderprogramm „Europäischer Fonds für Regionalentwicklung – Erneuerung und Stärkung städtischer Gebiete“ aufgenommen. Die Umsetzung dieser drei Bausteine wird mit 2,3 Millionen Euro bis 2013 gefördert.

Für Zeidler gewiss eine große Herausforderung, sollen doch durch die Zustimmung zum Rahmenplan dann die baurechtlichen Voraussetzungen für die einzelnen Bausteine geschaffen werden. Im Detail erwähnte die Fachbereichsleiterin in der Sitzung das Ersetzen der Parkfläche mit 400 Plätzen durch eine parkähnliche Anlage, das Versetzen der Reeperbahn mit senkrechten Parkmöglichkeiten, eine große Parkpalette bei ehemals Sanitär-Meyer, die Neusortierung des Einzelhandels, ein Vier-Sterne-plus-Hotel mit 100 Betten sowie die Beibehaltung der Stadtmauer und eine Anbindung an den Nordertor-Kreisel als zentrale Vorhaben. Überdies soll dem Hochwasserschutz mit einer 80 Zentimeter hohen Mauer an der neuen Reeperbahn eine Grundlage gegeben werden.

Alle Fraktionen signalisierten vor zahlreichen Zuschauern, vorwiegend Anliegern der Reeperbahn, Zustimmung, was allerdings durch diverse Werkstatt-Gespräche im Vorfeld ermöglicht worden war. Knackpunkt dürfte allerdings die Umsetzung sein. Auch wenn sich Ausschuss-Vorsitzender Gebhard Rosenthal (CDU) „auf einem sehr guten Weg“ wähnte, könnte der Teufel in der Tat im Detail liegen. Da waren die Bedenken der Anlieger nur ein erster Vorgeschmack auf die Beratungen der einzelnen Bebauungspläne. Und Mehrkosten für den Straßenausbau oder Hochwasserschutzmaßnahmen wurden in der Bürgerfragestunde glatt abgelehnt.

Als Spielverderber entpuppte sich wieder einmal Henning Wittboldt-Müller (FDP). Schönheit müsse auch bezahlt werden, wobei er vor allem den Park statt Parkfläche meinte. Was es bedeute, Parkflächen ohne Not aufzugeben, sehe man am Burgberg, schnitt der Liberale ein weiteres rotes Tuch an (siehe auch unten stehenden Artikel).

Davon ließen sich aber die anderen Ratsmitglieder nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Bürgermeister Brockmann fand die Diskussion schon einen Schritt zu weit. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für Investoren“, so der Verwaltungschef. Das Leitbild für die Umsetzung stehe, befand Martin Deter (Grüne) und drückte damit die Meinung aller aus.

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