Pfadfinder aus ganz Niedersachsen werden in Drübberholz kreativ

Zzongstedt: Eine Stadt mit ganz eigenen Regeln

Karima, Simon, Marius, Justus, Luise und Max (v.l.) proben ihr selbst ausgedachtes Theaterstück.

Drübber - Von Alisa Castens. Zzongstedt ist auf keiner Landkarte zu finden, denn die fiktive Spielstadt existiert nur eine Woche im Jahr. 18 Jugendliche von zwölf bis sechszehn Jahren haben das Tagungshaus Drübberholz erneut in den etwas verrückten Stadtstaat verwandelt.

Bereits seit 2002 existiert das Projekt vom Bund Deutscher PfandfinderInnen (BDP). Am Sonntag eingetroffen, wurden die neuen Bewohner von Zzongstedt vom eigens eingerichteten Meldeamt eingebürgert. „Jeder Einwohner erhält einen eigenen Pass“, erzählt Kerstin Werner, Jugendbildungsreferentin beim BDP, die schon viele Jahre dabei ist. Neben ihr gehören zwölf weitere Betreuungskräfte zum Team. „Für 'Zzong' haben wir uns entschieden, weil es gut klingt und '-stedt' ist eine typische Endung für Städte“, so Werner über die Zusammensetzung des außergewöhnlichen Stadtnamens.

Jeden Morgen öffnet das Arbeitsamt in Zzongstedt seine Pforten und die Jugendlichen können aus den verschiedenen Zzongstedt-eigenen Betrieben (Zzebs) ihre Arbeit auswählen. Zur Wahl steht das Bürgerzentrum, ein Kunstatelier, ein Theater, das Filmstudio Schredder und die Tageszeitung. „Die Jugendlichen können in diesen verschiedenen Bereichen neue Kompetenzen erwerben“, erklärt Kerstin Werner. Die Tageszeitungen von Zzongstedt tragen übrigens Namen wie „Zzimes“ oder „Zzazz“ – Ähnlichkeiten mit existierenden bekannten Zeitungen sind selbstverständlich rein zufällig.

Zzongstedt verfügt sogar über ein eigenes Parlament, ein Grundgesetz – und auf der täglichen Vollversammlung wird beispielsweise entschieden, wer für diesen Tag Bürgermeister sein soll.

Über den Tag verteilt können die Bewohner in ihren Berufen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sogar ihr eigenes Geld verdienen. Mit dem Euro kommt man in Zzongstedt allerdings nicht weit. Dort wird nämlich mit der Währung „Zzong“ bezahlt.

Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr auch eine Einstufung in Gold-, Silber- und Bronzebürger. Ein dementsprechend eingefärbtes Armband signalisiert die Stufe des Bewohners und entscheidet über dessen jeweiliges Gehalt. Die anfängliche Regelung, dass Goldbürger beim Essen Gabel und Messer nutzen dürfen und andere Stufen beispielsweise nur die Gabel, wurde von den Zzongstedtern allerdings schnell wieder abgeschafft. Ihren Lohn können die Jugendlichen beispielsweise bei Kaffee und Cocktails im Bürgerzentrum ausgeben, oder bei Versteigerungen Produkte aus den Tagesbetrieben erwerben.

Mit dem Einsetzen des Abends neigt sich auch die Regierungszeit des Bürgermeisters dem Ende. Die Ergebnisse des Tages werden gemeinsam präsentiert. Am nächsten Morgen schon hat jeder Bewohner von Zzongstedt eine neue, spannende Aufgabe.

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