Wolfcenter: Zweites Baumhaus geplant / 2016 neues Gehege für Dala und Kimo

Mit Elan in die sechste Saison

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Dala und Kimo dürfen sich freuen. Wenn der Bau des zweiten Baumhaushotels abgeschlossen ist, sollen die Houdson-Bay-Handaufzuchten ein neues Gehege bekommen.

Dörverden - Im Wolfcenter in Dörverden-Barme verändert sich im Moment fast täglich etwas, denn das Areal wird gerade fit für den Saisonstart gemacht. In wenigen Wochen soll der Frühjahrsputz abgeschlossen sein, denn vom 15. März bis 31. Oktober hat der Tierpark wieder an fünf Tagen in der Woche, Mittwoch bis Sonntag, und während der Ferien täglich, von 10 bis 18 Uhr, geöffnet.

Für das Wolfcenter ist es bereits die sechste Saison. „Wir sind am 17. April 2010 mit einem sogenannten Soft Opening gestartet. Die offizielle Eröffnung fand dann zwei Monate später mit dem damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff statt“, erinnert sich Christina Faß, die das Wolfcenter mit ihrem Mann Frank betreibt. Das alles seien schöne Erinnerungen, mehr nicht. Denn richtig glücklich sind die Eheleute vielmehr darüber, dass sich ihr Projekt Wolfcenter so prächtig entwickelt hat. „Im vergangenen Jahr haben wir erstmals mehr als 40000 Besucher gezählt. Wir haben es daher bislang auch noch nicht bereut, dass wir diesen Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. Auch wenn der Weg manchmal hart und beschwerlich war“, so Faß. Als Beispiel nennt sie die gesetzlichen Vorgaben, die es immer wieder zu erfüllen gilt. „Da steckt ein Heidengeld drin. Geld, das die Besucher weder sehen noch erahnen.“

Neben den vielen kleinen Arbeiten in den Gehegen und auf dem gesamten Areal, haben sich die Betreiber für dieses Jahr zunächst nur ein größeres Projekt auf die Fahnen geschrieben. „Wir werden ein zweites Baumhaushotel bauen.“ Die Nachfrage sei so groß, dass das 2012 eröffnete Baumhaushotel bis auf wenige Tage ständig ausgebucht sei. „Selbst an Tagen, an denen das Wolfcenter geschlossen ist, ist das Hotel belegt. Wir hoffen daher, dass die Bauarbeiten zügig starten können.“ Gebaut wird das zweite Baumhaus als architektonisch exakte Kopie seines Vorgängers in dem vorderen, zur Kasernenstraße gewandten Wolfsgehege.

„Dieses Vorhaben hat zunächst einmal Priorität“, sagt Faß und dass sie eine Erweiterung der Gehege für das Jahr 2016 planen. Dann nämlich sollen die beiden von Hand aufgezogenen Hudson-Bay-Wölfe, Dala und Kimo, ein schönes, neues Gelände bekommen. „Die Planungen laufen ja schon länger. Wir stehen auch mit der Gemeinde und insbesondere mit Bürgermeister Alexander von Seggern in Kontakt, aber die Genehmigung für die Erweiterung des Wolfcenters steht noch aus.“

Frank Faß ist derzeit als

Experte sehr gefragt

Zu den weiteren Projekten in 2015 zählen eher kleinere Vorhaben, wie die Erweiterungen von Wasserspielplatz oder Streichelzoo. Es wurden aber auch neue Veranstaltungen und Seminare aufgenommen. Für den 16. August ist ein großes Familienfest mit Spiel, Spaß und Spannung rund um den Wolf geplant. Christina Faß: „Wer sich hier mit Ideen und Aktionen einbringen möchte, ist herzlich dazu eingeladen“.

Nicht zu vergessen der wissenschaftliche Auftrag zum Thema Wolf, denen sich die Center-Mitarbeiter ganz besonders verpflichtet fühlen. Hier ist Frank Faß als Wolfsexperte auf vielen Veranstaltungen ein gefragter Mann und dabei auch als Vermittler zwischen den Gegnern und Befürwortern von Wölfen in freier Wildbahn aktiv. Faß möchte nicht erst reagieren, wenn durch Wölfe Schäden angerichtet wurden, sondern er möchte versuchen, Schäden zu verhindern, indem er etwa Schäfer über den Einsatz von Herdenschutzhunden berät.

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