Gemeinde nimmt neues Messgerät in Betrieb

Wirkungsvolle Erziehung mit elektronischem Display

Bürgermeister Alexander von Seggern (r.) und Baubetriebshofleiter Axel Zasowski (3.v.l.) mit Sponsoren, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern bei der Inbetriebnahme des Messgerätes vor dem Dörverdener Rathaus. - Foto: Meyer

Dörverden - In der Gemeinde Dörverden wird künftig wieder mit einem Geschwindigkeitsmessgerät an verschiedenen Stellen auf das tatsächlich gefahrene Tempo hingewiesen. Bei der Übergabe der Anlage am Dörverdener Rathaus gab es neben den fröhlichen Gesichtern der Beteiligten erstmals auch das LED-Gesicht der modernen Anlage zu sehen.

Das bisherige Gerät sei nach jahrelangem Einsatz nicht mehr funktionsfähig. Wegen ständiger Ausfälle seien keine verlässlichen Messungen mehr möglich. „Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher haben sich daraufhin zusammen mit Bürgermeister Alexander von Seggern vorgenommen, ein radargesteuertes Gerät für den Einsatz in den Ortschaften anzuschaffen“, so eine Pressemitteilung der Verwaltung.

Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage stellte die Verwaltung allerdings eine Bedingung: „Die Gesamtkosten in Höhe von immerhin circa 3 000 Euro sollten nicht alleine aus dem Gemeindehaushalt getragen werden“, so Bürgermeister Alexander von Seggern. Gesagt, getan, und so wurden im Laufe des Jahres insgesamt 1 000 Euro von privaten Spendern eingeworben. Ein weiteres Drittel stammt aus den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln, so dass die Ortsvorsteher aus ihren Mitteln die restlichen Kosten übernommen haben. „Ein wirklich gelungenes Gemeinschaftsprojekt, das letztlich den Menschen in der ganzen Gemeinde zugutekommt“, bedankte sich von Seggern bei der Inbetriebnahme herzlich bei allen Beteiligten.

Die Anlage werde künftig in allen zehn Ortschaften eingesetzt, um bei Autofahrern das Bewusstsein zu schärfen, wie schnell sie wirklich fahren. Dabei würden über die mehrfarbige LED-Anzeige die Geschwindigkeit oder auch hinweisende Bilder angezeigt, die sofort ins Auge fielen. Aufgrund der wechselnden Einsatzorte werde es bei den Autofahrern keinen Gewöhnungseffekt geben. „Wir sind künftig bei den Standorten sehr flexibel und können das Gerät zudem unabhängig von einem Stromanschluss einsetzen“, wies von Seggern besonders auf den Betrieb mit Sonnenkraft hin. Ein eigenes Solarfeld versorge die Anlage mit der notwendigen Energie. Der erste Einsatz der neuen Anlage ist in Kürze in der Ortschaft Wahnebergen geplant.

Um im Anschluss daran auch eine Aussage zur Anzahl der gemessenen Fahrzeuge und deren Geschwindigkeit treffen zu können, wird der Verkehr dank neuester Technik zudem in beiden Fahrtrichtungen gleichzeitig kontrolliert. So können während des jeweiligen Zeitraumes über 200.000 Datensätze gespeichert werden. Eine Erfassung von fahrzeug- oder personenbezogenen Daten erfolge nicht.

Das Geschwindigkeitsdisplay werde also nicht eingesetzt, um Verstöße zu ahnden. „Mit der unmittelbaren Anzeige bei der Vorbeifahrt soll ein entscheidender Beitrag zur Verkehrserziehung geleistet werden“, hofft von Seggern auf die direkte Einsicht. „Das Display zeigt erfahrungsgemäß bei fast allen Beteiligten entsprechende Wirkung.“ Verglichen mit festen Hinweisschildern werde es dank der leuchtenden Hinweise hoffentlich eine hohe Akzeptanz geben. Bereits dadurch werde die Verkehrssicherheit erhöht. „Und das gilt eben nicht nur für Schulen oder Kindergärten, sondern auch für alle übrigen Bereiche“, so von Seggern.

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