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130 Grundschüler sammeln Müll in Westen: Vorerst ist alles sauber

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Von: Christel Niemann

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Eine Gruppe Kinder und Frauen, im Hintergrund ein Gebäude. Ein Teil trägt Gummistiefel, ein Bollerwagen ist dabei.
Ausgestattet mit Müllsäcken, Handschuhen und Müllgreifern ging es los. © niemann

Westen – Müll sammeln statt Unterricht: Die Grundschule in Westen hat mit ihren acht Klassen im Rahmen des internen Projekts „Umweltschule“ an der landesweiten Müllsammel-Challenge teilgenommen und binnen zwei Schulstunden Wald und Flur von 160 Kilogramm Unrat befreit.

Aktion von Bingo-Umweltlotterie und Niedersächsischer Jugendfeuerwehr

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hat die Bingo-Umweltlotterie in Kooperation mit der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr die Aktion mit dem Ziel geplant, gemeinschaftlich landesweit 250 Tonnen Müll zu sammeln. Die 130 Schüler der Grundschule Westen ließen sich jedenfalls nicht zweimal bitten: Am Freitag, und damit einen Tag vor der offiziellen Müll-Challenge, zogen sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften los, um, ausgestattet mit Müllsäcken, Handschuhen und Müllgreifern, die Landschaft von Verpackungen, Altglasflaschen und Sondermüll zu befreien. Jeder Klasse war ein bestimmtes Gebiet zugewiesen worden, wo die Kinder mit großem Einsatz unachtsam weggeworfene Gegenstände einsammelten.

Unrat in Bollerwagen mitgenommen

Von leeren Gläsern und Flaschen bis hin zu Plastikmüll wurde alles aufgehoben und in den mitgeführten Bollerwagen deponiert. Auch kuriose Fundstücke waren dabei, darunter einzelne Schuhe, eine Sonnenbrille sowie ein Arm, der vermutlich von einer Steinfigur stammt, die zuvor wahrscheinlich als Gartenzierde gedient hatte.

Unterstützung vom Ortsvorsteher

Unterstützt wurden die Kinder von Ortsvorsteher Michael Kappel. Von ihm wurde der gesammelte Müll mit Trecker und Anhänger abgeholt, dann zunächst zum Wiegen zur Genossenschaft nach Eystrup gebracht, wo er sich für die Schüler einen Wiegeschein ausstellen ließ. Danach brachte Kappel die Sammelfracht zum Bauhof der Gemeinde, der sich nachfolgend um die Entsorgung kümmern wird.

Mit vor Ort war auch Gemeindejugendfeuerwehrwart Thomas Konschak. Er hatte für jede Klasse eine Teilnehmerurkunde vorbereitet, die den jeweiligen Klassensprechern überreicht wurde. „Die Urkunden werden sicher einen Ehrenplatz in den Klassenzimmern finden“, mutmaßte Schulleiterin Kerstin Lange.

Kinder möchten, dass es sauber bleibt

Obwohl sie Spaß bei ihrer Umweltaktion hatten, möchten die Kinder doch, dass es jetzt sauber bleibt. Ben wirft selbst keinen Müll einfach so in die Landschaft und kann auch nicht verstehen, warum andere das machen. „Es stehen doch überall Mülleimer herum und wenn keiner da ist, nimmt man seinen Dreck halt mit“, sagte er. Wiebke hat sich vor allem über die vielen Zigarettenkippen geärgert, die sie mit dem Greifer aufgesammelt hat. „Es wäre besser, erst gar nicht zu rauchen, sagte sie. Das sei gesünder und mache keinen Dreck.  

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