Mundschenk hat geschlossen / Engagierter Nachmieter gesucht

Wegen Corona: Aus der Traum vom Bistro in Dörverden

Ein Mann steht hinter einer Theke
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Mit ambitionierten Ideen hat Pascal Schink im März 2020 mit seiner chinesischen Frau Guiqing das Bistro Mundschenk eröffnet, für das er jetzt ablösefrei einen Pächter sucht.

Es ist ein Trauerspiel: Das Bistro Mundschenk (vormals Brüns Bistro) in Dörverden ist wieder dicht. Zum Jahresende hat das Pächterpaar das Handtuch geworfen und in der Großen Straße 45 seine gastronomischen Zelte abgebrochen. Dabei hatte Pascal Schink erst im März 2020 zusammen mit seiner Frau Guiqing das Bistro übernommen, für das er aktuell ablösefrei einen ambitionierten Nachmieter sucht.

Dörverden – Wer sich im Internet auf die Suche nach „Bistro Mundschenk“ begibt, findet dort noch die aktive Homepage des Lokals. Doch die Angaben sind längst veraltet, denn das an der B 215 gelegene Lokal haben die Pächter nicht nur vorübergehend, sondern für immer dicht gemacht. „Daran ist die Pandemie schuld“, sagt Schink im Gespräch mit dieser Zeitung. Und, dass er sich aufgrund der anhaltend unsicheren Lage zukünftig auf Gastronomie mit Gelegenheit zur Außenbestuhlung konzentrieren wird. „Im April eröffnen meine Frau und ich in Hodenhagen das Restaurant Shenlong, wo wir chinesische und deutsche Speisen anbieten werden“, erzählt er.

Corona-Achterbahnfahrt

Doch zurück zum Bistro Mundschenk, mit dem die Pächter eine wahre Corona-Achterbahnfahrt erlebt haben. „Gleich zu Beginn mussten wir wegen des ersten Lockdowns das Bistro auch schon wieder dichtmachen und die Eröffnung auf Juni verschieben“, berichtet Pascal Schink. Zu dem Zeitpunkt sei der Betrieb noch nicht antragsberechtigt gewesen und deshalb durch sämtliche Raster für Corona-Hilfen gefallen.

Und danach hätten die ständig wechselnden Auflagen, die damit einhergehende verminderte Kundenzahl sowie ein verändertes Gästeverhalten, da die Leute wegen Corona nicht mehr so oft fortgingen, dem Bistro zugesetzt. Der Betrieb, wie er ursprünglich geplant gewesen sei, konnte nie verwirklicht werden

Rechtzeitig die Reißleine ziehen

„Wir wollten mit chinesischen Speisen einen neuen Fokus setzen oder im Nebenraum themenbezogene Events durchführen, aber während das Kneipengeschäft zu unserer Zufriedenheit lief, hat das andere leider nicht funktioniert“, erzählt Schink. „Wir haben es wegen Corona nicht geschafft, unsere Ideen umzusetzen.“ Schink erzählt, dass er sich seit 17 Jahren im Eventbereich rund um Fantasy und Mittelalter bewegt und er diese Themen auch im Bistro etablieren wollte.

„Unsere Stammgäste sind enttäuscht, dass wir aufgeben, aber wir sehen hier keine Perspektive“, resümiert er. Aber es nutze ja alles nichts, wenn man Geld draufzahlen müsse. Dann sei es allemal vernünftiger, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen und sich auf neue und hoffentlich erfolgreichere Pfade zu begeben.

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