Stöbern und Feilschen ist das Motto

Über 100 Händler locken Schnäppchenjäger auf Kulturgut Ehmken Hoff

Typisch Flohmarkt: Ist das schön? Kann man das gebrauchen?

Dörverden - Viele Schnäppchenjäger, weit über 100 Händler und viel Trödel, so präsentierte sich gestern die große Flohmarktmeile auf dem Kulturgut Ehmken Hoff. Ob Klamotten, Spielsachen, Bücher, Hausrat oder Krimskrams: beim Stöbern und Feilschen war alles gefragt.

Neben den Bürgern aus der Gemeinde waren auch viele unbekannte Gesichter auf „Schnäppchentour“, sodass an den meisten Ständen dichtes Gedränge herrschte. „Man trifft hier „Gott und die Welt“, meinte etwa ein alteingesessener Dörverdener beim Bummel über den Trödelmarkt, den Brigitte Köhn federführend für den Verein Ehmken Hoff auf dem gleichnamigen Kulturgut organisiert hatte.

Ein blauer Sonnenschirm, Sonnenliege, Klappstühle, Kühltaschen, Shorts oder T-Shirts, so manche Illusion von Sommer hatte der Flohmarkt zu bieten. Und immerhin: Der Regen und die Sturmböen des Vortages hatten rechtzeitig aufgehört und der Himmel war sogar fast blau. „Hauptsache, es regnet nicht, alles andere ist uns ziemlich egal“, zeigten sich Nadine Müller und Heike Schmidt zuvrsichtlich, die Ausschau nach Kleinkinderspielzeug hielten. „Bislang war das Richtige aber noch nicht dabei.“

Schon fündig geworden war Clara Schumacher, die mit zwei Nachbarinnen zum Pfingstflohmarkt gekommen war. Bereitwillig zeigte sie, womit sie den Einkaufskorb bereits gefüllt hatte: „Eine Kaffeekanne, ein Serviertablett und ein Paar Sandalen von einer Edelmarke.“ Das aktuelle Wetter pass noch nicht, „aber das wird schon noch“, meinte die Dörverdenerin.

Auch Ingrid Blum ließ den Blick auf ihre Flohmarktausbeute zu. Sie hatte ein paar Wanderschuhe erstanden, die sie erstmals beim Urlaub in der Schweiz testen will. „Ob ich sie auch wirklich brauche, weiß ich aber gar nicht. Aber über einen Flohmarkt zu bummeln, ohne etwas zu kaufen, das funktioniert bei mir einfach nicht“, grinste sie. Letztes Jahr habe sie eine Menge Gartendeko erstanden und sich im Nachhinein gefragt: „Was will ich eigentlich damit?“

Für Antje Lührs und ihre Mutter Eva Lissowski ging es eher darum, dabei zu sein. Vorsorglich hatten sie sowohl Handschuhe als auch Regenplane und sogar Sonnenbrillen und Sonnenmilch dabei.

Flohmarkt in Dörverden

Auch Dörverdener Vereine hatten Verkaufsstände aufgebaut. Die Handballerinnen vom TSV Dörverden verkauften selbstgebackene Brezeln für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. Die meisten der befragten Händler hatten jedenfalls gut zu tun und waren mit den erzielten Umsätzen zufrieden. - nie

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