Wabe-Ausstellung „Perspektiv-Wechsel“ in Dörverden

Zeugnis von Toleranz und Kreativität

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Viele waren gekommen, um sich über die Jugendprojekte zu informieren.

Dörverden - „Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, unserer Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt.“ So lautet der erste Artikel der Unesco-Erklärung. Dem wird die Ausstellung „Perspektiv-Wechsel“ gerecht, die am Donnerstagabend auf dem Kulturgut Ehmken Hoff von Projektkoordinatorin Regula Selbmann im Beisein von Bürgermeister Alexander von Seggern eröffnet wurde.

Wabe, das Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie & Zivilcourage zeigt mit dieser Wanderausstellung, wie sich Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen in den Landkreisen Verden und Nienburg für Toleranz, Respekt und Akzeptanz der Kulturen und gegen Rechtsextremismus engagieren.

Die Jugendlichen haben die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Wanderausstellung entscheidend mit konzipiert, die ab Montag, 22. Februar, für die Dauer von drei Wochen zunächst im Dörverdener Rathaus und vom 2. Mai bis 2. Juni im Rathaus der Stadt Achim zu sehen ist. Inhaltlich rückt sie die Erfahrungen von Jugendlichen in den Mittelpunkt und zeigt, wie sie sich auf vielfältige Weise engagieren. „Ausgehend von ihren Geschichten und ihren damit verbunden Empfindungen“, so Selbmann in der Einführungsrede, „haben die Beteiligten gesellschaftliche und politische Fragen thematisiert.“ Außerdem solle die Ausstellung dazu beitragen, eigene Stereotypen und Vorurteile kritisch zu hinterfragen sowie auch andere zu solidarischem und zivilgesellschaftlichem Engagement zu ermutigen.

Auf sechs Stelltafeln stellen die Jugendlichen je ein Projekt vor. Beispielsweise haben junge Leute aus der yezidischen Gemeinde Nienburg für die vom Krieg betroffenen Mitglieder ihrer Religionsgemeinschaft eine große Sammlung durchgeführt. In Nienburg gibt es auch eine Gruppe von Jugendlichen, die sich mit vielen Aktionen aktiv gegen Neonazis stellen. Außerdem ist dort der Budox-Sportpark ansässig, wo sich zwar vieles um Kampfsport dreht, wo aber auch Menschen verschiedener Kulturen und Religionsgemeinschaften gemeinsam und vor allem friedlich miteinander trainieren und sich in Freundschaft begegnen. Den Sexismus im Hip Hop hat eine Mädchen-Gruppe aus Stolzenburg hinterfragt und aus Dörverden hat es das Fußballprojekt im TSV Dörverden „Dörverden United“ in die Wanderausstellung geschafft, das sich mit der Integration von Flüchtlingen durch Fußball beschäftigt hat. Beeindruckend ist auch das Achimer Bildungsmentorinnenprojekt, in dem sich jugendliche Schüler mit Migrationshintergrund zusammengeschlossen haben, um Jüngeren zu helfen.

Die Geschichten der Jugendlichen sind auf den Tafeln in Form von Comics dargestellt. Begleitend gibt es Unterrichtsmaterialien zur pädagogischen Arbeit mit der Ausstellung, die kostenfrei ausgeliehen werden kann. Kontakt: info@wabe-info.de.

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