Volleyballgruppe freut sich über Zuwachs / Schon erste sportliche Erfolge

Eritreer sind aus dem Team nicht mehr wegzudenken

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Die Eritreer haben sich in die Gruppe schon sehr gut eingefügt.

Dörverden - Immer wieder fliegt der Ball zwischen den Spielern hin und her. „Das macht Spaß“, sagt Daniel, der gemeinsam mit seinen Landsleuten in Westen lebt. „Das Spiel ist eine gute Möglichkeit, ein schöner Zeitvertreib“, erzählt er weiter in gebrochenem Deutsch. Und dass er und seine Freunde sich in der Volleyballgruppe wohl und bereits gut integriert fühlen. Gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen aus der Gemeinde Dörverden spielen seit einigen Monaten auch Flüchtlinge aus Eritrea montags und mittwochs in der Volleyballgruppe des TSV Dörverden.

Wer im Verein Sport treibt, bekommt Kontakte, lernt Deutsch und gehört dazu. Deshalb ist Sport ein Mittel, um Flüchtlingen die Eingewöhnung zu erleichtern und bei der Integration zu helfen.

Die Integration von Flüchtlingen ist innerhalb der Vereine ein wichtiges Thema. In der Gemeinde Dörverden gibt es deshalb gleich mehrere Initiativen, um die in der Gemeinde lebenden Asylbewerber und den Sport zusammenzubringen. So hat es sich auch der TSV Dörverden zur Aufgabe gemacht, die neuen Mitbürger herzlich in seinen Reihen aufzunehmen und über den Sport eine gemeinsame Sprache zu finden.

„Es macht auch mir viel Spaß, mich in dieser Sache ehrenamtlich zu engagieren“, sagt etwa Rosemarie Kock, die bereits seit über 20 Jahren das Volleyballtraining im Verein leitet. Seit einigen Monaten nehmen auch fünf junge Männer aus dem Kreis der afrikanischen Neubürger am Training teil, was beiden Seiten Vorteile bringt. Die Flüchtlinge gehen einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nach, sie knüpfen soziale Kontakte, schließen Freundschaften und lernen außerdem über den Sport spielerisch die deutsche Sprache. „Zu Beginn haben wir uns noch mit Händen und Füßen unterhalten. Mittlerweile sprechen die neuen Teammitglieder bereits ein ganz respektables Deutsch“, so Kock.

Die Trainerin lobt die freundliche und offene Art der Eritreer und dass sie sich ohne Schwierigkeiten in die bestehende Gemeinschaft eingefügt haben. Zumeist spielten sie mit deutschen Jugendlichen in der Volleyballgruppe.

„Am Anfang konnten sie natürlich noch nicht ganz so gut spielen, aber sie haben seitdem sehr viel gelernt“, erklärt Kock und dass der Verein vom sportlichen Engagement der neuen Spieler mittlerweile profitiere. „Sie nehmen auch bereits an Punktspielen teil und hatten entscheidenden Anteil am dritten Platz des TSV Dörverden beim Beachvolleyball-Turnier in Barme am vergangenen Sonnabend.“

Um die Hürde so gering wie möglich zu halten, müssen die Flüchtlinge im Sportverein zunächst keine Beiträge zahlen. Diese werden im ersten Jahr vom Landessportbund übernommen und danach sollen sie über Spenden sowie durch die Solidargemeinschaft der Mitglieder finanziert werden.

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