Voba-Filiale: In Westen Protest

Zur Schließung gibt es keine Alternative

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Mediengruppe Kreiszeitung

Westen/Bendingbostel - Die Schließung der Volksbank-Filialen in Westen und Bendingbostel ist beschlossene Sache (wir berichteten). „Es gibt dazu keine Alternative“, bestätigt Vorstand Wolfgang Dreyer nochmals in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Zum 30. September diesen Jahres ist endgültig Schluss. Ab da müssen Kunden auf die Filialen in Dörverden beziehungsweise Kirchlinteln ausweichen.

Vorstand Dreyer bedauerte zwar die Schließung, verwies in seinen Ausführungen aber auf die nur noch geringfügige Auslastung der Filialen. „Schon jetzt sind in Westen als auch Bendingbostel die Filialen nur noch halbtags und nur zu eingeschränkten Zeiten geöffnet. Die Kundenfrequenz ist weiter rückläufig“, betonte Dreyer. In Westen ist eine Halbtagskraft fünfmal die Woche jeweils am Vormittag für drei Stunden im Einsatz, in Bendingbostel Montag- bis Mittwochvormittag sowie Donnerstag- und Freitagnachmittag ebenfalls jeweils drei Stunden. „Schon jetzt werden Bereiche wie Baufinanzierung sowie Beratung und Service in den benachbarten größeren Filialen abgewickelt. Das Personal dürfte den jeweiligen Kunden also bekannt sein“, erklärte Dreyer. Wer in Westen oder Bendingbostel nach Schließung der Filiale zum 30. September nicht in die benachbarte Filiale oder zum Geldautomaten will, der kann sich sein Bargeld bringen lassen. Ein entsprechender Service wird – für eine Übergangsphase – eingerichtet. Noch nicht entschieden ist, was mit den Räumlichkeiten der Volksbank geschieht. In Bendingbostel ist die Voba nur Mieter. Das Gebäude in Westen gehört der Bank.

Westen und Bendingbostel sind nicht die einzigen Filialen die geschlossen werden. Auch Hassel im Nachbarkreis Nienburg ist betroffen. Und auch da lautet die Begründung ähnlich: Demografie, Internet, Kostenentwicklung und Niedrigzinsphase – auf die jüngsten, rasanten Entwicklungen im Bankensektor wolle der Vorstand mit einer konsequenten Doppelstrategie reagieren, so Dreyer. Neben dem Ausbau von Geschäftsstellen und der Erweiterung des Onlineangebots müssten Servicestellen geschlossen werden. Die Mitarbeiter – bislang allesamt Halbtagskräfte – würden in den größeren Vertretungen und Kundencentern benötigt, um bessere Servicezeiten und höhere Beratungsqualität anbieten zu können.

In Westen regt sich derweil Widerstand gegen die Schließung. So ist eine Versammlung in Planung, zu der auch der Vorstand sowie die Mitgliedervertreter für den Bereich Westen/ Hülsen eingeladen werden sollen. Außerdem liegen Unterschriftenlisten gegen die Schließung bei Rosenbrock und in Hülsen im Dorfladen aus.

mw

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