Verbesserter Hochwasserschutz in Hülsen / Gestern Bauabnahme

Dicke Schicht aus Klei macht den Deich sicher

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Deichabnahme in Hülsen (v.l.): Dieter Precht, Vorsitzender Deichverband, Kerstin Böger, Untere Wasserbehörde, Gerhard Röpe, Deichverband, Christian Gerken, Projektleiter NLWKN, Olaf Schmidt, NLWKN, Thomas Arkenau, Untere Wasserbehörde, Volker Mattauch, Geschäftsleitung Mittelweser Tiefbau, und Peter Gottschalk vom Deichverband.

Hülsen - Kontrolliert und für sicher und funktionstüchtig befunden: Mit der offiziellen Deich-Abnahme endete gestern der zweite Bauabschnitt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Hülsen. Fast 300000 Euro hat die Maßnahme gekostet.

Vertreter des Deichverbandes Hülsen, von NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz), der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Verden und der Firma Mittelweser Tiefbau trafen sich gestern, um das Bauwerk freizugeben. Passend zum Anlass regnete es. Doch dem Deich ist es egal, so wurde im Verlauf des Gespräches deutlich.

Die Beteiligten nutzen die Gelegenheit, um noch einmal den Aufwand der vergangenen Monate zu schildern: Auf einer Länge von 775 Metern wurde der bestehende Hochwasserdeich mit einer 60 Zentimeter dicken Klei-Dichtung verstärkt. Ein Aufweichen des Bauwerks werde damit ausgeschlossen. „Die Abdichtung sorgt dafür, dass kein Wasser mehr in den Deich eindringen kann“, erläuterte der Vorsteher des Deichverbandes Hülsen, Dieter Precht.

Projektleiter Christian Gerken vom NLWKN ergänzte: „Der alte Deich bestand ausschließlich aus Sand, so war Hülsen und die Umgebung bei extremen Hochwasserereignissen bislang sehr gefährdet.“ Die Zeiten dürften nun vorbei sein.

Der NLWKN begleitete im Auftrag des Deichverbandes die Bauarbeiten. Im Verlauf der vergangenen Monate wurden 10500 Kubikmeter Erde bewegt und verbaut, um den Deich auf der Strecke zwischen dem Südzuweg und dem Schöpfwerk den Anforderungen des modernen Hochwasserschutzes anzupassen. „Der Klei kam bereits im Frühjahr 2015 aus der Gemarkung Walsrode“, informierte Gerken. Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt 295000 Euro.

Doch der Deich wurde im Sinne des Hochwasserschutzes nicht nur verstärkt, sondern auch neu modelliert. Mit der Fertigstellung hat er nun eine Böschungsneigung von mindestens eins zu drei.

Die Abnahme des ersten Bauabschnittes ist bereits im Juli diesen Jahres erfolgt (wir berichteten); damals war zuerst ein rund 500 Meter langer neuer Deichverteidigungsweg gebaut worden. „Mit der Fertigstellung des zweiten und letzten Bauabschnitts ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Aller getan worden“, freuten sich die Beteiligten. Verbandsvorsteher Dieter Precht dankte den Verantwortlichen für die gute Zusammenarbeit. „Es hat sehr gut funktioniert.“

kt

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