Awo liefert „Essen auf Rädern“ auch an Risikogruppen / Nachfrage steigt

Trotz Corona zuverlässig

Alles klar für die Tour: Wilfried Taepke (links) und Gerhard Schmidt (rechts) beim Beladen ihrer Fahrzeuge.
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Alles klar für die Tour: Wilfried Taepke (links) und Gerhard Schmidt (rechts) beim Beladen ihrer Fahrzeuge.

Dörverden – Seit vielen Jahren liefert die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Dörverden „Essen auf Rädern“ aus. In der Corona-Pandemie sind die freiwilligen Frauen und Männer gefordert wie nie und machen einen guten Job.

Zwei Frauen und zwölf Männer machen sich im Auftrag der Awo in der Gemeinde Dörverden regelmäßig auf den Weg. Ihre Kunden sind Seniorinnen und Senioren und andere Dörverdener Bürger, die auf die Versorgung angewiesen sind. Sei es, dass sie sich aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr selbst versorgen können oder im Haushalt wegen Krankheit oder anderen Gründen jemand ausgefallen ist.

Das ist in der Zeit der Corona-Pandemie öfters der Fall, da die Empfänger des Essens überwiegend zur Risikogruppe gehören und nicht besucht werden können. „Das hat dazu geführt, dass die Anzahl der Essen seit Beginn der Pandemie deutlich gestiegen ist“, so Geschäftsführer Anton (Toni) Werle. Die Awo zeigt sich durchaus erfreut, mit ihrer Mannschaft die Versorgungslücke schließen zu können. „Es gab ja Überlegungen, den Dienst wegen der geringen Nachfrage und mangels ehrenamtlicher Fahrer einzustellen“, so Werle. „Dennoch sind wir natürlich nicht glücklich, dass ausgerechnet Corona diese Besserung brachte“, so Werle.

Zurzeit werden zwischen 60 und 70 Essen mit zwei Fahrzeugen ausgeliefert. Eine Tour umfasst den Ortsbereich Dörverden, Stedorf und Barme. Die zweite Tour zurzeit Westen, Hülsen, Horst, Wahnebergen und Stedebergen.

Trotz Corona ist keiner der Fahrer, die fast alle selber zur Risikogruppe gehören, abgesprungen. „Wir fühlen uns deshalb nicht als Helden des Alltags, aber wir sind stolz darauf, dass wir weiter für unsere Kunden da sind. Uns ist es Anerkennung genug, dass sich die Menschen freuen, uns zu sehen und sehr dankbar sind“, so Erich Rottmann. Er ist als weiterer Geschäftsführer für die Diensteinteilung verantwortlich.

Damit alles ohne Risiken klappt, werden die Hygiene- und Sicherheitsregeln streng eingehalten. Vor Corona wurden die Essensportionen von den Fahrern in der Küche des Kreisaltenheimes selber eingeschweißt. Dafür ist jetzt das Küchenpersonal zuständig. „Für das Personal eine zusätzliche Belastung, und wir sind dafür sehr dankbar“, so die Awo-Verantwortlichen.

Kontakt zu den Empfängern gibt es nur in seltenen Fällen. Das Essen wird an zuvor abgesprochenen Orten abgestellt. „Nur wenn der Kunde im Obergeschoss wohnt und die Treppe nicht mehr steigen kann oder auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, händigen wir das Essen persönlich aus.“ Wobei eine Maske getragen und der vorgeschriebene Abstand eingehalten werde. „Deshalb ist bis heute auch noch niemand erkrankt und wir hoffen, dass das auch so bleibt“, so Rottmann.  kt

Wilhelm Meyer holt sich sein Essen vom vereinbarten Abstellort. Bei ihm ist es ein ausgedienter Stuhl, der bei schlechtem Wetter in der Garage steht. Fotos: kattwinkel

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