Bingo-Besuch in der Sinnes-Umweltschule Westen/Hülsen

Treffpunkt mitten in der Natur

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Treffpunkt im Grünen (v.l.): Dominik Geilker, Kathleen Melz, Andreas Lindemann und Marita Wilmes von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung mit Schulleiterin Kerstin Lange und Kämmerer Günter Ebenthal. Die Erwachsenen machten sich mit den Kindern auf den Weg durch den Garten der Sinnes-Umweltschule.

Westen - Ein spannendes Match auf dem Fußballfeld, danach zur Stärkung frisches Gemüse aus dem Naschgarten und dann ein Päuschen im Weidentipi, in der Sinnes-Umweltschule Westen/Hülsen lässt es sich gut leben. Viele haben dabei mitgeholfen, das Projekt umzusetzen, viele haben gespendet. Auch die Bingo-Umweltstiftung, deren Vertreter der Schule gestern einen Besuch abstatteten. „Wir sind sehr zufrieden“, so Bingo-Sprecherin Kathleen Melz.

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Nach intensiver Planung im Jahre 2010 war das Projekt Sinnes-Umweltschule an der Grundschule Westen/Hülsen in den Jahren 2011 und 2012 unter Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler, Eltern und von Lehrkräften in die Tat umgesetzt worden. Die Gesamtkosten in Höhe von circa 58 000 Euro sind durch zahlreiche Spenden und durch die Gemeinde Dörverden zusamengekommen. Einer der Geldgeber war die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die im Jahr 2013 einen Anteil in Höhe von 7 500 Euro überwiesen hatte. Die Vertreter der Organisation waren ganz gespannt, was aus dem Geld geworden ist.

Bevor die Kommission das Projekt in natura in Augenschein nahm, zeigte Schulleiterin Kerstin Lange anhand einer Fotoschau die Entwicklung der Schule vom ersten Spatenstich im Dezember 2011 bis zur Fertigstellung 2012: „Setzen der Blumenzwiebeln, Bäume pflanzen, Anlegen eines Naschgartens und Bau eines Weidentipis durch die Schüler der Klasse 2a mit ihren Eltern. Einen neuen Platz bekam das Fußballfeld“, listete die Schulleiterin auf.

Im Frühjahr 2012 konnte die Klasse 1b dann schon schnuppern „wie der Frühling riecht“. Im Rahmen einer Projektwoche im Mai 2012 wurden die Schulbeete angelegt, Platten „fest gehüpft“ und viel gepflanzt. „Und es begann zu wachsen. Und es wuchs hoch hinaus, so wie zum Beispiel die Sonnenblumen“, schilderte Kerstin Lange. Voller Neugier liefen die Kinder durch einen Barfußpfad: „Oh, das piekt“ oder „so schön weich“, lauteten die Aussagen nach der ersten Runde.

Die Liste der Arbeiten war damit aber noch nicht abgehakt: Hinweisschilder wurden gestaltet, das Spielhaus saniert und ein Insektenhotel gebaut. Der Bau eines Landschaftsfensters, neue Spielgeräte, die Anlage einer Sitzecke und einer Klanginstallation rundeten das Projekt ab. Wie sich in all den Jahren alles verändert hat, zeigte zum Ende der Präsentation ein Bild von 1973 und 2012.

Anschließend ging Kerstin Lange noch einmal mündlich auf das Projekt ein und beantwortete Fragen der Kommission: Zur Nutzung des Barfußpfades, des Grünen Bandes, der Beteiligung der Eltern und der Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie den Folgekosten.

Vortrag und Arbeit in der Praxis kamen offensichtlich beim Besuch sehr gut an: „Beeindruckend, was wir gesehen haben. Wir werden unserem Geschäftsführer positiv berichten“, signalisierte Kathleen Melz von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, nach der Besichtigung. „Wir wollen die Kinder früh an die Natur heranführen. Deshalb ist praktischer Naturschutz an Bildungseinrichtungen auch ein Förderschwerpunkt von uns“, erklärte sie. Und ihr Kollege Andreas Lindemann wünschte weiterhin „viel Freude an dem Projekt.“

Schulleiterin Kerstin Lange hatte sogar noch einen Nachschlag, mit dem sie zusätzlich punkten konnte: „Der Schulhof ist für alle offen und kann am Nachmittag von Eltern mit ihren Kindern genutzt werden“, erklärte sie. „Auch das ist doch eine schöne Idee“, so der Tenor.

kt

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