Traumhaftes Panorama

Ursula Fischer mit dem Mountainbike in Afrika unterwegs

Ziel erreicht: Die Fahrradgruppe legt eine wohlverdiente Rast am Kap der guten Hoffnung ein. - Foto: TG

Dörverden - Für Ursula Fischer aus Dörverden ist das Fahrrad das liebste Reisefahrzeug, weil sie damit langsam genug ist, um Menschen und Natur besonders intensiv zu beobachten. „Man erlebt die Dinge, wie sie wirklich sind. Das ist schon ganz anders, als mit dem Bus zu reisen“, sagt Fischer, die erst kürzlich von einer fast dreiwöchigen Fahrrad-Gruppenreise aus Südafrika zurückgekehrt ist.

Von Kapstadt bis zum Distrikt Sarah Baartman, zum im westlichen Teil der Provinz Ostkap gelegenen Addo-Elephant Nationalpark, war Ursula Fischer mit dem Drahtesel unterwegs. Und die Begegnungen mit der Natur, den Tieren und den Menschen wirken noch immer nach.

Doch bevor sich die Dörverdenerin in Südafrika auf den Fahrradsattel schwingen konnte, ging es erst einmal durch die Luft und über Hannover, Frankfurt und Johannesburg zum Zielort Kapstadt. Dort traf die Gruppe auf ihren aus Österreich stammenden Tour-Guide, der sie in den folgenden Wochen sicher durch Südafrika bringen sollte.

Die Tour mit Tagesetappen von bis zu 50 Kilometern auf dem Bike, führte von Kapstadt und seinem Wahrzeichen, dem Tafelberg, die Küste entlang und durch mehrere Nationalparks. „Wir haben außerdem mehrere Transfers mit einem Kleinbus zurückgelegt. Das Fahrzeug hat uns stets begleitet und unser Gepäck transportiert“, berichtet Fischer.

Visuelle Eindrücke lassen sich nur schwer beschreiben

Geradelt wurde über ebene wie über hügelige Teerstraßen, über staubige Sandpisten oder durch Buschland. Besonders beeindruckt habe sie die Weinregion, die am neunten Reisetag erradelt wurde. „Die Strecke führte am Fluss Breede River entlang. Die visuellen Eindrücke lassen sich nur schwer beschreiben. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben, die landschaftlichen Eindrücke waren fantastisch“, so Fischer.

Wieder daheim: Ökotrophologin Ursula Fischer am Schreibtisch.J Foto: Niemann

Auf anderen Routen gab es mehr Tiere zu sehen, darunter Löwen, Elefanten oder Zebras, auch diese Eindrücke und Erlebnisse, so Fischer, wirkten immer noch nach. Das Radfahren selbst sei im Grunde genommen problemlos verlaufen. „Die vom Reiseveranstalter zur Verfügung gestellten Mountainbikes waren top. Außerdem hat der Guide täglich sämtliche Fahrräder kontrolliert.“

Einzelne Reiseteilnehmer wären hier und da aber schon an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gestoßen. Etwa, als mit dem Bike ein Abschnitt der Seven-Pass-Road, der Straße der sieben Pässe, befahren wurde oder die Tour zur Robberg-Halbinsel. Fischer: „Auf Asphalt und Schotter ging es bergauf und bergab, am Ende wurden wir von traumhaften Panoramablicken und der Aussicht über die Bucht von Plettenberg Bay und auf die Küste, wo sich Scharen von Robben tummelten, für alle erlittenen Strapazen entschädigt.“

Eine schöne neue Erfahrung

Rückblickend war die Fahrradreise für Ursula Fischer eine schöne neue Erfahrung, die sie nicht missen möchte. „Die südafrikanischen Landschaften sind beeindruckend und die Tierwelt sowieso.“ Überhaupt ist die Liste an Reiseerlebnissen, von denen die selbstständige Ökotrophologin schwärmt, lang. Und beim Erzählen steigt bei ihr spürbar die Lust, möglichst bald wieder einen Drahtesel flott zu machen und sich erneut auf ungewöhnlichen Fahrradwegen zu bewegen.

Doch in den kommenden Monaten werden diese Wünsche erst einmal in den Hintergrund rücken und berufliche Aktivitäten im Vordergrund stehen. Im Sommer hat sie aber bereits mit einer Kollegin eine Radtour in der Bodenseeregion geplant und irgendwann soll es dann auch wieder auf Fernreise gehen. Ob nach Neuseeland oder nach Kambodscha sei allerdings noch ungewiss. 

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