Fünfeinhalb Monate alte Wolfswelpen leben seit Mai im Wolfcenter Dörverden

Welpen im Wolfscenter: „Tag und Nacht mit den Kleinen verbracht“

Wölfe hätten sie schon immer fasziniert, erzählt Sarah Dierks. Fotos: Niemann

Sie sind süß und kuschelig und ganz schön frech: Cosmo und Luna heißen die beiden fünfeinhalb Monate alten Wolfswelpen, die seit Mitte Mai im Dörverdener Wolfcenter leben.

Barme – Die Geschwister stammen von der „Wolfsliebe Einbeck“, dem Informationszentrum und Wolfsgehege von Matthias und Birgit Vogelsang und wurden im Wolfcenter von Hand aufgezogen, weil ihre Mutter ihre drei Welpen nicht selber versorgen konnte

Der Rüde und die Fähe, die einer kanadischen Unterart angehören, kamen deshalb früh in die Obhut des Wolfcenters, während der dritte und schwächste Welpe bei dem Ehepaar Vogelsang blieb.

Welpen sind Publikumslieblinge

Aufgrund der ebenso behutsamen wie kompetenten Pflege durch die erfahrenen Hände von Frank Fass und seinen Mitarbeiterinnen Sarah Dierks und Judith Brückner sowie die gute Unterbringung haben sich die Welpen bestens entwickelt und sind längst zu Publikumslieblingen avanciert.

Die Jungtiere wurden mit der Flasche aufgezogen.

„Ich liebe alle Tiere, aber Wölfe haben mich schon immer fasziniert“, erzählt Sarah Dierks, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Judith Brückner und dem Inhaber des Wolfcenters, Frank Fass, maßgeblich die Handaufzucht der kleinen Racker verantwortet. 

„In freier Wildbahn meidet der Wolf den Menschen, was in der Gefangenschaft nicht möglich ist“, sagt sie. Daher sei es wichtig, eine gute Beziehung zu den Welpen aufzubauen und dennoch gleichsam Distanz zu wahren. Es sei schließlich Intention im Wolfcenter, die Tiere so natürlich wie möglich zu halten, sie zugleich aber auch den Besuchern zugänglich zu machen.

Mühevolle Aufzucht

Dann berichtet Dierks ausführlich von den Mühen der Welpenaufzucht, die sie maßgeblich in Wechselschichten mit ihrer Kollegin gemeistert hat. „Wir haben Tag und Nacht mit den Kleinen verbracht. Anfangs mussten sie alle drei bis fünf Stunden mit der Flasche gefüttert werden und ihre Kuscheleinheiten bekamen sie auch.“

Noch sind Luna und Cosmo sehr zutraulich.

Die Öffentlichkeit hat von dem ganzen Geschehen laut Dierks nichts mitbekommen. „Der Welpenbereich war anfangs für die Besucher tabu. Die Kleinen haben viel Ruhe gebraucht.“

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Wolfs-Verhalten eingehend studiert

Während der Wochen, die sie mit den Welpen verbracht hat, hat Dierks die Kleinen nicht nur versorgt, sondern auch dasVerhalten der Wolfszwerge eingehend studiert, dabei vieles gefilmt und noch mehr fotografiert. „Mich interessieren alle Schritte ihrer Entwicklung.“ Auch die Unterschiede im Verhalten von Wolf und Hund seien sehr spannend und interessant. „Man kann zwar viele Parallelen, aber noch mehr Unterschiedliches entdecken.“

Inzwischen hat das Wolfsdoppel bereits annähernd Schäferhundgröße erreicht und bringt jeweils 30 Kilogramm auf die Waage. Noch zeigen sich Luna und Cosmo mit den Menschen verspielt undzutraulich, lassen sich streicheln und auf den Arm nehmen. „Das wird aber nicht so bleiben. „Es sind schließlich Wildtiere und das bleiben sie auch. Das ist wichtig“, betont Dierks.

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