Täglich ein neuer Bürgermeister

Spaß und Kreativität in der fiktiven Jugendstadt „Zzongstedt“

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Willkommen in Zzongstedt. Diese Stadt, mitten im schönen Drübber gelegen, hat ihre eigenen Regeln.

Drübber - Täglich einen neuen Bürgermeister wählen? Das geht nur in Zzongstedt in der Gemeinde Dörverden. Alljährlich in den Herbstferien baut im Tagungshaus Drübberholz der Bund Deutscher PfadfinderInnen diese fiktive Jugend-Kultur-Stadt auf, damit die Teilnehmer im Alter von 12 bis 16 Jahren und ihre Betreuer sie mit Leben füllen.

Sie schmieden Pläne, bringen Ideen ein, sie diskutieren, finden Kompromisse, fassen Beschlüsse, rufen Gremien ins Leben, bekleiden Funktionen, arbeiten in unterschiedlichen Berufen, verdienen ihr eigenes Geld und haben natürlich auch ganz viel Spaß, denn nebenbei bietet sich noch ausreichend Gelegenheiten für Fußball, Frisbee, Disco oder Brettspiele, ganz nach dem Interesse der Einwohner von Zzongstedt.

Manchmal geht ein Teilnehmer pleite

34 Jugendliche aus dem nördlichen Niedersachsen machen in dieser Woche beim sozialen Planspiel der Pfadfinder mit und nehmen die fiktive Identität der Bewohner von Zzongstedt an. Der Tag in der Spielstadt beginnt mit einer Vollversammlung – und täglich wird aus der Mitte der Teilnehmer ein Bürgermeister gewählt, der vor allem repräsentative Aufgaben hat. Auch arbeiten müssen alle, wobei die sogenannten Ehrenbürger ein bisschen im Vorteil sind. Dafür hat das normale Volk die Qual der Wahl zwischen einer Mitarbeit im Filmteam, in der Zeitungsredaktion, im Kunstatelier, Theater, Bürgerzentrum oder Café.

Der Arbeitsplatz wird täglich gewechselt, auch einen Lohn bekommen alle ausgezahlt. Mit dem Euro kommt man in Zzongstedt allerdings nicht weit. Denn dort wird mit der Währung „Zzong“ bezahlt. Mit dem Geld kann untereinander gehandelt und der Aufenthalt in der Disco oder im Café bezahlt werden. „Die meisten halten ihr Geld ganz gut zusammen. Es kommt aber auch schon vor, dass ein Teilnehmer pleite geht“, erzählt die Jugendbildungsreferentin beim BDP, Kerstin Werner, die die fiktiven Geschehnisse federführend organisiert und die Ferienwoche leitet. 

Ehemalige Teilnehmer leiten jetzt eigene Betriebe in Zzongstedt

„Die Jugendlichen können in den verschiedenen Bereichen neue Kompetenzen erwerben“, erklärt sie. Diesmal, so erzählt Werner, seien besonders viele junge Helfer mit dabei, Jugendliche, die früher selbst als Teilnehmer dabei waren. Sie leiteten jetzt eigene Betriebe (Zzebs), erlebten mit den Teilnehmern Abenteuer im Wald oder betätigten sich kreativ in der Künstlerwerkstatt.

Kurzum: Es sind erneut abwechslungsreiche Tage, in denen Jugendliche und Erwachsene zusammen arbeiten, diskutieren, sich austauschen oder einfach auch nur Spaß miteinander haben. „Wir fühlen uns hier auch nach 14 Jahren immer noch sehr wohl. Für Zzongstedt ist das Tagungshaus der ideale Ort“, sagt Werner.

Morgen, am Sonnabend, steht die fiktive Stadt auch für Interessierte offen, wenn die Teilnehmer ab 14 Uhr die Ergebnisse der Projektwoche präsentieren.

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