Investitionen in Nachhaltigkeit: Sportverein schafft neues Bewässerungssystem an

SV Hülsen will Corona-Pause sinnvoll nutzen

Vier Männer stehen auf einem Sportplatz, im Hintergrund läuft ein Rasensprenger.
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Es läuft: Beim Ortstermin funktionierte die neue Bewässerungslange einwandfrei. Davon konnte sich Bürgermeister Alexander von Seggern überzeugen. Die beiden Ehrenamtlichen Matthias Scheibe und Hans-Peter Böhning freuen sich, dass sie künftig nicht mehr so viel Zeit in das Bewässern des Platzes investieren müssen. Vereinsvorsitzender Uwe Kaiser (von links) kann ein Ende der Corona-Sportpause kaum erwarten.

Sich von Corona nicht ausbremsen lassen, sondern die pandemiebedingte Sportpause sinnvoll nutzen: Das hat sich der SV Hülsen auf die Fahnen geschrieben. „Wir haben uns gesagt, wir wollen in diesen Zeiten unsere Infrastruktur weiterentwickeln und noch mehr auf Nachhaltigkeit setzen“, sagte der Vorsitzende Uwe Kaiser bei einem Pressegespräch. In dessen Rahmen wurde die neueste Investition des mitgliederstarken Sportvereins vorgestellt: eine moderne Bewässerungsanlage.

Hülsen – „Sportler mögen einen gepflegten Rasen: nicht nur, weil er schön aussieht. Sondern weil es sich besser spielen lässt, wenn der Boden nicht so knüppelhart ist, sondern leicht federt“, erklärt Matthias Scheibe. Der dritte Vorsitzende des Vereins hat sich für die neue Anlage eingesetzt. Er weiß aus erster Hand, wie viel Zeit und Kraft es braucht, einen Sportplatz ohne moderne Technik zu bewässern. „Ich habe selbst schon viele Meter Schläuche geschleppt, ich weiß also, wovon ich spreche.“

Aber die neue Anlage brauche nicht nur deutlich weniger ehrenamtliche Manpower: „Das Wichtigste ist für uns, dass wir künftig wasser- und energiesparender arbeiten können.“ Das ergebe sich schon aus der Elektronik: Die neue Anlage kann so programmiert werden, dass sie nur nachts den Rasen sprengt. So verdunstet weniger Wasser. Regensensoren sorgen dafür, dass die Sprenger bei einem überraschenden Schauer gar nicht erst anspringen. „Wir rechnen damit, dass wir 30 Prozent Wasser einsparen können“, so Scheibe zufrieden.

„Wir sind froh, dass uns die Gemeinde nach Kräften unterstützt“, sagt Uwe Kaiser. 28 000 Euro habe die Anlage gekostet. 40 Prozent seien als Fördermittel aus dem Strukturfonds des NSV gekommen, jeweils 25 Prozent von Gemeinde und Landkreis, sodass der Verein selbst nur zehn Prozent der Kosten habe stemmen müssen.

Die Pläne des SV Hülsen seien „zukunftsorientiert und nachhaltig“, lobte Bürgermeister Alexander von Seggern beim Ortstermin. Dank der neuen Anlage würden außerdem die Ehrenamtlichen entlastet, sodass der Verein sie jetzt für andere Aufgaben sinnvoll einsetzen könne.

Der „Masterplan“ des SV Hülsen sehe in Kürze eine weitere Investition in Sachen Nachhaltigkeit vor, verriet Uwe Kaiser noch: In wenigen Wochen soll auf dem Dach des neuen Funktionsgebäudes eine Photovoltaikanlage installiert werden.

Abgesehen von der Freude über die neuen Investitionen zeigte sich Uwe Kaiser allerdings ein wenig besorgt. „Aber so geht es im Moment wohl allen Vorständen aller Sportvereine.“ Wegen der Pandemie und der damit verbundenen Sportpause sei zu befürchten, dass gerade viele junge Sportler ihr Hobby aufgeben würden. „Und das wäre richtig traurig. Wir müssen hart daran arbeiten, dass wir diese Menschen nicht verlieren.“

Von Reike Raczkowski

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