Alternative zum eigenen Auto

Stedorfer interessieren sich für Car-Sharing

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Interesse zeigen die Bürger aus Stedorf am Allerauto, das bisher in Westen und Schwarmstedt unterwegs ist. 

Elektrofahrzeuge liegen derzeit als umweltfreundliche Alternative voll im Trend und erfreuen sich im Car-Sharing wachsender Beliebtheit. Für den Stedorfer Markus Feder, unterstützt von Ortsvorsteher Hein-Dieter Precht, war das ein Grund, am Donnerstagabend einen Informationsabend mit Corbinian Schöfinius, Vorstandsmitglied der Regional- und Energiegenossenschaft Aller-Leine-Weser (Realweg), zu organisieren. Realweg betreibt mit Allerauto bereits erfolgreich ein mit öffentlichen Projektmitteln gefördertes Car-Sharing mit Elektroautos an den Standorten Westen und Schwarmstedt.

Stedorf - E-Carsharing in Stedorf? Das gehe wahrscheinlich nicht, meinte der Experte. „Die Anzahl Interessierter aus Stedorf am Car-Sharing ist wohl zu gering. Aber wenn aus Dörverden noch weitere hinzukommen, ist das Vorhaben sicher machbar“, ist Schöfinius angesichts der bislang in Westen und Schwarmstedt gemachten Erfahrungen optimistisch. Deshalb wollen er und seine Mitstreiter das Konzept nach den Sommerferien noch einem breiteren Publikum vorstellen und neben gezielten Werbeaktionen auch einen weiteren Info-Abend auf dem Kulturgut Ehmken Hoff organisieren.

Das Ziel der Initiative sei vordergründig eine verbesserte Mobilität der Menschen im ländlichen Raum zu erreichen, unter Berücksichtigung ökologischer Belange. Car-Sharing sei wichtig auf dem Land, da dort keine Vielzahl an öffentlichen Nahverkehrsangeboten zur Verfügung stünde. „Car-Sharing kann vor allem den Zweitwagen ersetzen, aber auch die Mobilität von Menschen gewährleisten, die kein eigenes Auto (mehr) besitzen.“

Auch Familie Schöfinius hat das eigene Auto abgeschafft und greift stattdessen regelmäßig auf ein Fahrzeug von Allerauto zurück, wenn etwa die Kinder zum Arzt müssen oder es um die Fahrt zum Schwimmtraining geht. „Für den Individualverkehr im ländlichen Raum ist ein Auto nun einmal unverzichtbar“, fügt er hinzu.

Insgesamt vier E-Autos

Im Rahmen der Veranstaltung berichtete Schöfinius den Interessierten auch von den bislang gemachten praktischen Erfahrungen beim Teilen der insgesamt vier Elektrofahrzeuge an den Standorten Westen und Schwarmstedt. „Es läuft gut, wir sind zufrieden und die Zahlen liegen sogar etwas über den von uns vorab kalkulierten“, sagte er. Beispielsweise seien mit den beiden in Westen stationierten Elektroautos, einem Kleinwagen Renault Zoe und einem Kleinbus der Marke Nissan, seit August vergangenen Jahres jeweils rund 10 000 Kilometer zurückgelegt worden. „Wir haben im Vorfeld je Fahrzeug 1 000 Stunden im Jahr kalkuliert, kommen aber tatsächlich bereits auf mehr als 100 Stunden im Monat. Die meisten Nutzer sind selten viel mehr als 100 Kilometer unterwegs, sodass es in diesem Bereich nichts Günstigeres gibt.“ Und wenn jemand doch einmal eine längere Strecke zurücklegen möchte, müsse er sich halt überlegen, wann er wo Strom nachtanken wolle. „Das war bislang aber noch nie ein Problem.“

Wer den Infoabend verpasst hat, sich aber über das Vorhaben informieren möchte, kann per E-Mail an markus.feder@posteo.de Kontakt aufnehmen.  nie

Weitere Informationen

gibt es im Internet auf der Seite www.realweg.de.

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