Stedebergen bereitet sich auf Flüchtlinge vor / Gute Verbindung, kein Treffpunkt

Hilfsbereitschaft ist da

Ortsvorsteher Ulrich Thies hofft, dass die Immobilie, in der die Flüchtlinge untergebracht werden sollen, die Möglichkeit bietet, eine Art offenen Treffpunkt für Begegnungen zu realisieren. So etwas gibt es im Dorf bisher noch nicht.
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Ortsvorsteher Ulrich Thies hofft, dass die Immobilie, in der die Flüchtlinge untergebracht werden sollen, die Möglichkeit bietet, eine Art offenen Treffpunkt für Begegnungen zu realisieren. So etwas gibt es im Dorf bisher noch nicht.

Stedebergen - „Was kommt auf uns zu? Wie sollen wir uns verhalten? Wie können wir helfen?“ Diese und weitere Fragen bewegen die Bewohner von Stedebergen, seitdem klar ist, dass bis zu 18 nordafrikanische Flüchtlinge in ein Wohnhaus in der Ortschaft einziehen werden.

Der Landkreis Verden, der die Unterbringungsmöglichkeiten für die Flüchtlinge schaffen muss, hat das Haus gemietet, das ab Mitte Februar zunächst zehn Menschen beherbergen wird. Aufgrund des anhaltend großen Andrangs müssen Asylbewerber zunehmend auch in kleinen Orten untergebracht werden. So lässt sich vermeiden, die Menschen in Container einzuquartieren.

„Im Dorf stößt das Vorhaben auf viel Hilfsbereitschaft“, berichtet Ortsvorsteher Ulrich Thies, den die rege Beteiligung von Bürgern aus Stedebergen und Wahnebergen am Informationsabend zum Thema gefreut hat. Einige hätten sich daraufhin bereit erklärt, den Ankömmlingen von Anfang an unter die Arme zu greifen. „Der Kreis derer, die helfen wollen, ist aber noch größer. Manche wollen jedoch erst einmal noch abwarten und schauen, wie es mit den Neubürgern läuft.“

Thies leugnet aber auch die Sorgen nicht, die es hier und da mit Blick auf die Anzahl der Flüchtlinge gibt, die dann rund sechs Prozent der Einwohner von Stedebergen ausmachen werden. „Hier ist aber ein Miteinander gefordert“, so Thies, der für nächste Woche ein erstes Treffen des Helferkreises anberaumt hat. Auch ein Gespräch mit Pastor Michael Speer von der Verdener Kirchengemeinde St. Andreas hat er bereits geführt. „Die Kirche wird sich auch kümmern. Konkrete Details kenne ich aber noch nicht.“

Insgesamt sieht Thies bei den Einwohnern keine größeren Vorbehalte gegenüber den Flüchtlingen. Und die leichte Besorgnis müsse man verstehen. In Westen habe es vor der Ankunft der Flüchtlinge schließlich auch vereinzelt Bedenken gegeben, die inzwischen längst abgebaut wurden. Thies ist zuversichtlich, dass die Integration der Flüchtlinge in Stedebergen gelingt. Deshalb möchten er und der künftige Helferkreis die Unterkunft noch vor Bezug in Augenschein nehmen. „Vielleicht bietet die Immobilie eine Möglichkeit, dort einen gemeinsamen Anlaufpunkt für Dorfbewohner und Flüchtlinge zu schaffen.“ Denn um die neuen Bewohner in die Gemeinschaft aufzunehmen, brauche es einen räumlichen Treffpunkt, wie er in Stedebergen nicht vorhanden ist. „Wir haben im Dorf nur ein Restaurant und eine Campinggaststätte – und das war's.“

Auch mit dem Thema der Freizeitgestaltung haben sich Thies und seine Mitstreiter bereits beschäftigt und deshalb Kontakte zum SV Wahnebergen geknüpft. „Wenn die Flüchtlinge erst einmal angekommen sind, ist vielleicht auch eine Mitgliedschaft in der Wahneberger Feuerwehr denkbar“, so seine Vision. Die ländliche Lage von Stedebergen sieht Thies nicht als Problem. „Verden ist nah und die Busverbindungen sind gut.“ Auch sollen die neuen Bewohner möglichst schnell mit Fahrrädern ausgestattet werden.“

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