Spannend: Chinesische Malerin „TingTing“ zeigt unterschiedliche Techniken

Kunst aus Fernost bereichert Kulturgut

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Bei der Eröffnung: Künstlerin „TingTing“ (links) mit Gerhard Meyer (r.) und Michaela Kanz, die die Ausstellung auf dem Ehmken Hoff organisiert haben.

Dörverden - Peking trifft Dörverden – bei der Kunstausstellung mit Bildern der chinesischen Malerin Jinyu Han, genannt „TingTing“, die bis zum 23. November im Ausstellungsraum des Kulturgutes Ehmken Hoff zu sehen sind.

„Deutschland in Tinte gelöst“, titelt diese außergewöhnliche Ausstellung, die bereits am Eröffnungstag Dutzende Kunstinteressierte angelockt hat. Die Mehrheit der Bilder sind in chinesischer Technik, in „Shuimo Hua“ gemalt, denn wie es im Westen verschiedene Maltechniken gibt, gibt es auch in China Unterschiede.

„Die klassische chinesische Malerei ist ganz anders als die europäische“, sagt TingTing und dass es manchmal nur wenige Pinselstriche für ein Meisterwerk bedarf. „Aber zu wissen wo und wie, das wiederum braucht Jahrzehnte des Studiums“, ergänzte Michaela Kanz, die anlässlich der Ausstellungseröffnung die Laudatio hielt. Kanz skizzierte die unterschiedlichsten Kunstformen sowie den künstlerischen Werdegang der Malerin, die seit einigen Jahren mit ihrem Lebenspartner in Bücken lebt. Wie in China üblich, habe das Lernen für TingTing früh begonnen und bereits der Dreijährigen sei erster formeller Unterricht in chinesischer Kunst erteilt worden. Kanz: „Mit 16 schrieb sich TingTing in einen Grafik-Design-Universitätsvorbereitungskurs ein. Danach wurde sie in der Central Academy of Fine Arts in Beijing aufgenommen, um bildende Künste zu studieren.“

Peking trifft Dörverden: Ausstellung auf dem Kulturgut

Kanz verwies noch auf etliche Preise und Auszeichnungen, die die Künstlerin erhalten hat. Obwohl ihre Leidenschaft der klassische (europäische) Realismus ist, finden sich in ihren Bildern gerade in jüngster Zeit wieder zunehmend chinesische Aspekte. Und so stellt auch „Deutschland in Tinte gelöst“ Momente, Geschichten und Emotionen dar, die die Malerin mit traditionellen chinesischen Techniken ausgedrückt hat. Zu sehen sind außerdem klassische Motive aus ihrer Heimat.

In den nächsten Tagen verabschiedet sich die Künstlerin, deren Gemälde sich in Sammlungen in China, Deutschland, Indien, Italien, den Niederlanden, Thailand und den USA befinden, für längere Zeit in ihre Heimat. Das pulsierende Leben ihrer Heimatstadt Peking, die Familie und das Essen fehlen ihr. Weitere Infos im Internet unter www.tingtinghan.de.

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