Kröte und Co: Nabu Dörverden beendet diesjährige Zählung

Dramatischer Rückgang der Amphibien an der B 215

Eine  Frau und ein Mann stehen nebeneinander. sie hält ein Hinweisschild: „Krötenwanderung, er einen schwarzen Eimer.
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Mehr als 25 000 Amphibien, überwiegend Erdkröten, wurden seit 2013 über die viel befahrene B 215 gebracht. Dietfried Zach und seine Frau Karin haben dabei geholfen.

Die Amphibienwanderung entlang der B 215 in Drübber bei Dörverden ist abgeschlossen und die Krötenschutzzäune über eine Länge von rund 900 Metern wurden inzwischen abgebaut. Die Naturschützer zeigen sich besorgt über die diesjährigen Zahlen.

Dörverden – Am 24. Februar hatten Mitglieder vom Nabu-Ortsverein Dörverden in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises die Fangzäune mit Eimern aufgestellt. Bereits tags darauf halfen sie den Amphibien auf ihrem Weg vom Winterquartier in den Waldflächen im Bereich Diensthop zu ihren Laichplätzen in Richtung Weser. Dabei wurde festgestellt, dass die Zahl der Tiere rapide abgenommen hat. „So wenig waren es noch nie. Es wurden nur rund 1650 Tiere gezählt, im vergangenen Jahr waren es noch über 3000“, erzählt Dietfried Zach vom Nabu Dörverden. Der Tierfreund vermutet, dass die teils frostigen Nächte die Amphibien vom Wandern abgehalten haben, doch das alleine reicht ihm als Begründung nicht aus. „Es muss noch weitere Ursachen geben, doch welche das sind, weiß man noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen“, so Zach. Es werde aber vermutet, dass sinkende Zahlen vor allem auf die heißen Sommer zurückzuführen sei. Durch die Trockenheit werde den Amphibien die Nahrungssuche erschwert, weil sich beispielsweise Regenwürmer in tiefere Bodenschichten eingraben würden.

Zach betont, dass zur Sicherung der Bestände die Hilfe von Menschen wichtig sei. Die Amphibien seien sehr langsam unterwegs und würden daher beim Überqueren von Straßen nur allzu leicht von Autos überfahren. Zudem blieben Kröten bei ihrer nächtlichen Wanderung gerne auf der Straße sitzen, um auf einen potenziellen Partner zu warten. „Wenn die Kerle besonders liebestoll sind, lassen sie sich von den Weibchen huckepack zum Wasser schleppen, um dann dort ihre rund 3 000 Eier zu befruchten.“ Werde also ein weibliches Tier überfahren, gingen quasi 3 000 Individuen verloren.  

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