Thabo Ruge unterstützt als Freiwilligendienstler an der Aller-Weser-Oberschule

Schulalltag ohne FSJler: Unvorstellbar

Allein schon bei der ganzen Organisation rund um die Corona-Tests sei FSJler Thabo Ruge eine große Hilfe, sagt Schulleiter Alexander Schock (r.).
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Allein schon bei der ganzen Organisation rund um die Corona-Tests sei FSJler Thabo Ruge eine große Hilfe, sagt Schulleiter Alexander Schock (r.).

Schulalltag. Die Bedeutung dieses Wortes hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren gewandelt. Von Desinfektionsspendern auf den Fluren über Homeschooling und Kohortenregelungen bis hin zu Lüftungsplänen und Corona-Test-Räumen haben plötzlich viele Neuerungen in den Bildungseinrichtungen Einzug gehalten. Damit die Abläufe jeden Tag aufs Neue funktionieren, braucht es viel Flexibilität und Disziplin. Und wenn die Schule dann noch jemanden hat, der hilft, wo er kann, umso besser.

Dörverden – „Wir können uns einen Schulalltag ohne Freiwilligendienstler gar nicht mehr vorstellen“, sagt Dörverdens Aller-Weser-Oberschulleiter Alexander Schock. „Für uns sind diese jungen Menschen systemrelevant.“ Deswegen freue er sich, mit Thabo Ruge wieder einen engagierten FSJler im Team zu wissen.

Die Kinder und Jugendlichen dürfen die Dörverdener Schule derzeit coronabedingt nur betreten, wenn sie dreimal wöchentlich eine Eltern-Bestätigung über einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen. Wer diesen vergisst, muss in die Turnhalle zur Nachtestung. Organisation, Dokumentation und Kontrolle der Tests machen ganz schön viel Arbeit. „Ich bin sehr froh, dass Thabo uns da sehr entlastet“, dankt Schock dem 19-Jährigen für sein Engagement. Der freut sich, wenn er helfen kann.

Am besten gefalle es ihm aber, wenn er im Unterricht mit dabei sein könne. Dann kümmere er sich gerne um Kleingruppen, die besondere Aufmerksamkeit oder Unterstützung bräuchten. „In der Einzelbetreuung von Schülern, etwa mit Migrationshintergrund, üben wir zum Beispiel Lesen und Aussprache. Das macht Spaß, denn diese Schüler haben meistens wirklich Lust darauf, etwas zu lernen.“ Es sei interessant, das Unterrichtsgeschehen mal „von der anderen Seite aus“ kennenzulernen, denn bis vor Kurzem sei er ja selbst noch Schüler gewesen.

„Ich habe mein Schulpraktikum in der benachbarten Grundschule gemacht“, berichtet der Abiturient, der eigentlich vorhatte, Wirtschaftspsychologie zu studieren. „Den Kontakt mit den Kindern, das Gefühl, ihnen etwas beibringen zu können, fand ich sehr bereichernd.“ Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Aller-Weser-Oberschule möchte der junge Dörverdener nun ausloten, ob ein Lehramtsstudium für ihn das Richtige wäre.

Schock berichtet, dass seiner Erfahrung nach etwa die Hälfte der Schul-FSJler hinterher beruflich im pädagogischen Bereich bleiben würde. Wenn nun aber ein junger Mensch während seines Freiwilligendienstes feststelle, dass das Berufsbild überhaupt nicht zu ihm passe, sei das keinesfalls etwas Schlechtes. „Es gibt in diesem Bereich viele Studienabbrecher. Würde jeder, der Lehramt studieren will, vorher ein FSJ an einer Schule machen, würde sich diese Zahl sicher erheblich reduzieren.“ Nach einem Jahr im Schulbetrieb könne man schließlich gut einschätzen, ob der Lehrerberuf etwas für einen sei – oder eben nicht. „Davon abgesehen erleichtert es sicher auch den Studieneinstieg“, glaubt Thabo Ruge. „Und in der Vita macht es sich auch sehr gut“, findet Alexander Schock.

„Ich bin schon etwas stolz darauf, dass wir junge Menschen haben, die sich für ein FSJ bei uns interessieren“, so der Schulleiter. „Ich denke, das sagt auch etwas über unsere Schule aus.“

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