Vergrößerung des Centers ist eine „Vision“

Scheue Welpen im Wolfcenter: Namen für die beiden Jungtiere gesucht

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Wölfi ist ein Menschenfreund. Seitdem seine Artgenossen verstorben sind, ist er zum Haustier geworden. Der Wolfshund lebt am Wohnhaus der Familie und genießt Streicheleinheiten von Christina Fass.

Barme - Acht beziehungsweise vier Jahre nach der erfolgreichen Handaufzucht von sechs europäischen Grauwölfen und zwei Hudson-Bay-Wölfen sind erneut Welpen ins Wolfcenter in Dörverden-Barme eingezogen.

Es handelt sich um zwei im Mai geborene europäische Grauwölfe, die aus unterschiedlichen Tierparks in Deutschland stammen. Zu sehen ist der noch namenlose Wolfsnachwuchs für die Besucher allerdings noch nicht.

Für die Inhaber des Wolfcenters, Christina und Frank Fass, ist es zunächst das Wichtigste, dass die noch namenlosen Kleinen in Ruhe in ihrem neuen Zuhause ankommen, ehe der Besucher sie in einem Gehege erleben kann. 

„Wir wollen den Welpen viel Zeit lassen und sie ganz langsam an die Menschen gewöhnen. Dann haben sie später weniger Scheu und können stressfrei leben“, heißt es. Die Leser der Verdener Aller-Zeitung haben allerdings bereits jetzt die Chance, sich aktiv an der Namensuche für die Kleinen zu beteiligen und können über die E-Mail-Adresse info@wolfcenter.de oder über Facebook ihre Vorschläge einreichen.

Freude über die beiden Welpen

Es ist noch nicht lange her, dass der Tierpark bei den europäischen Grauwölfen alters- und krankheitsbedingt gleich zwei Tiere verloren hat. Viele Wolfcenter-Besucher kannten zum Beispiel Antoschka. Die Fähe, die 2010 mit drei weiteren Grauwölfen aus dem Institut für Haustierkunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nach Dörverden umgesiedelt wurde, wurde 14 Jahre alt. 

Oder den aus der Handaufzucht stammenden Grauwolf Olomuk, der im Juli einer fortgeschrittenen Krebserkrankung erlegen ist. Jetzt blicken Christina und Frank Fass nach vorn und freuen sich mit ihrem ganzen Team über die beiden Welpen.

Vor etwa drei Wochen kam zunächst die am 11. Mai geborene Fähe in Dörverden an, zwei Wochen später folgte der um zwei Tage jüngere Rüde.

Behütet aufwachsen

„Die Fähe war gleich von Beginn an sehr entspannt, während der Rüde sehr scheu war, was aber täglich besser wird“, erzählt Christina Fass. Untergebracht sind die noch kleinen Pelztiere, die von dem wolfsversierten Team zusätzlich über einen Monitor beobachtet werden, in einem Teilbereich der Quarantäne, der als Kinderstube dient.

Dort können sie jetzt mit Sichtkontakt zu den Altwölfen behütet aufwachsen und später, wenn sie das „Wolfseinmaleins“ beherrschen, in das ehemalige Wolfshundegehege umziehen, das, nachdem zwei der drei Hunde verstorben sind, nicht mehr belegt ist. Der dritte im Bunde, Wölfi, ist seitdem zum Haushund mutiert, lebt am Wohnhaus der Familie Fass und genießt seine Streicheleinheiten.

Hoffnung auf Erweiterung

Die Jungwölfe, so Fass, hätten zwar auch im Wolfshundgehege keinen körperlichen Kontakt zu ihren Artgenossen, könnten aber über ihren Geruchssinn und mit Lauten und Blicken mit ihnen agieren. Christina Fass erzählt auch, dass sich das Wolfcenter vergrößern will und nach Abschluss des Bauleitverfahrens eine deutliche Erweiterung der zurzeit 5,2 Hektar großen Parkfläche plant. 

Nach ihrer Aussage handelt es sich derzeit aber ausdrücklich um eine „Vision“, wenn sie von Plänen von der Ansiedlung von Wolfsunterarten oder von der Schaffung zusätzlicher Übernachtungsmöglichkeiten im mittleren Preissegment auf dem Parkareal spricht.

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Besuch im Wolfcenter Dörverden

Besuch im Wolfcenter Dörverden
Besuch im Wolfcenter Dörverden © Mediengruppe Kreiszeitung/Phillip Petzold
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Besuch im Wolfcenter Dörverden © Mediengruppe Kreiszeitung/Phillip Petzold

Das Thema: Wölfe in Niedersachsen

Der Wolf ist seit dem Jahr 2008 wieder in Niedersachsen zu finden. Seitdem hat sich das Wildtier in weiten Teilen des Landes, von der Nordsee bis in den Harz, niedergelassen. So schätzt das Wolfsbüro des Landes Niedersachsen den Wolfsbestand Anfang des Jahres auf etwa 150 Tiere. 

Insbesondere Tierhalter sind von der Ausbreitung des Raubtiers betroffen und treffen mit der Anschaffung von Schutzzäunen oder Herdenschutzhunden Maßnahmen gegen Tierrisse durch Wölfe. 

In unserem Artikel „Wölfe in Niedersachsen“ geben wir einen Überblick über Daten und Fakten zum Wolf. Wir sprechen mit einem Wolfsberater, Vertretern der Landwirtschaft und der Politik und geben Verhaltenstipps, wenn es zu einer Begegnung mit dem scheuen Raubtier kommt.

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