Rudi Höltke schnitzt Gartendekorationen / „Schleifen bis der Arzt kommt“

In Westen blühen Holzblumen

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Rudi Höltke hat viel Freude an seinem Kunsthandwerk.

Westen - Seine Liebe zu Blumen entdeckte der Westener Rudi Höltke im Herbst 2013. Dabei handelt es sich aber nicht um die Pflanzen, die im Garten oder in der freien Natur wachsen, sondern um mit handwerklichem Geschick geschnitzte Holzkunstwerke.

„Für die Blumen im Garten ist meine Frau zuständig. Ich nur für die Bohnen“, sagt der 70-Jährige und schmunzelt. Die Idee, „Brennholz zu veredeln“, wie er sein Hobby nennt, kam ihm, als er eine Bohle als Unterlage für seinen Brunnen verwenden wollte. „Da kann man doch auch etwas anderes draus machen“, habe er sich gedacht.

Ihm schwebte dekorativ Geschnitztes vor, Reliefs oder schöne hölzerne Alltagsgegenstände. „Handwerkliches Geschick und das entsprechende Werkzeug hatte ich, aber mir fehlten die Kenntnisse im Zeichnen“, so Höltke. Kurzerhand belegte er zwei Kurse Bleistiftzeichnen bei der Kreisvolkshochschule und die in der Region bekannte Malerin Ingrid Prill brachte ihm im Ehmken Hoff die Grundkenntnisse bei. Unterstützung bekam er auch von seinen Nachbarn Sybille und Leo Paul, erfahrenen Künstlern und Gründern der „Westener Montagsmaler“. So vorbereitet ging er ans Werk.

Als erstes muss das geschnittene Holz, Reste aus einer Zimmerei, geglättet werden. Der zweite Schritt ist die filigrane Zeichnung des Motivs auf das Holz. Anschließend wird grob ausgeschnitten. Danach erfolgt die Feinarbeit, das heißt „schleifen bis der Arzt kommt“, so der Hobbykünstler lachend. Nach dem Schleifen wird das Kunstwerk mit Leinöl oder mit Bootslack, je nachdem, welchen Glanz man erreichen möchte, getränkt. „Meine Familie bevorzugt den matten Glanz, also nicht den glänzenden Bootslack“, so Höltke.

Zum guten Schluss entwirft und fertigt er noch einen Fuß, in den die Blume gesteckt wird. Was sich so einfach anhört, erfordert jedoch mühevolle Arbeit und viel Zeit. Denn es dauert etwa drei bis vier Wochen, die dekorativen Modelle fertigzustellen.

Inzwischen hat der Westener schon zehn Arbeiten gefertigt, sodass es langsam zu Platzmangel kommt. Zwei hat er schon verkauft, aber er würde sich freuen, wenn er noch für einige weitere Stücke Liebhaber finden könnte. Wer Interesse hat, kann unter Telefon 04239/606 Kontakt zu Rudi Höltke aufnehmen.

Neben den Holzarbeiten macht ihm auch die Glasschleiferei Freude. Und inzwischen hat er auch so manche Flasche mit verschiedenen Motiven verziert. Am Sonntag, 13. September, haben Interessierte die Möglichkeit, sich seine Arbeiten während des Backtages auf dem Jäger Hoff in Westen, Zum Sportplatz 5, anzusehen.

kt

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