Peilbrunnen 41 wird nicht mehr beprobt / Auswirkungen bis Wahnebergen

„Rote Gebiete“: Zweifel an Messstelle Drakenburg bestätigt

 Frank (l.) und Hans-Jürgen Beutner aus Wahnebergen.
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Auch Landwirte Frank (l.) und Hans-Jürgen Beutner aus Wahnebergen sind von den Ergebnissen , die der Messbrunnen in Drakenburg liefert, betroffen.

Das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium in Hannover haben am Dienstag im Kabinett über Neuerungen bei der Ausweisung der sogenannten „Roten Gebiete“ informiert. „Die geplante neue Verordnung hat Auswirkungen für unsere Region“, berichten Frank Schmädeke und Adrian Mohr in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Dörverden/Drakenburg/Hannover – „Für uns hier in der Region sind das gute Nachrichten“, freut sich der Nienburger CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke über die Informationen aus Hannover. Unter anderen wurde mitgeteilt, dass der lokale Messpunkt Peilbrunnen 41 in Drakenburg als Messstelle verworfen wird. Schmädeke hatte kürzlich zahlreiche Experten zu einem Ortstermin eingeladen, um die kritische Situation rund um den Brunnen zu begutachten. Es kamen fachliche Zweifel auf, die nun bestätigt wurden.

Der Peilbrunnen 41 sei als Messstelle verantwortlich gewesen, dass rund 40 000 Hektar zwischen Nienburg und Steimbke bis nach Wahnebergen vor den Toren Verdens zusätzlich als neues „Rotes Gebiet“ ausgewiesen worden wären. „Bisher hat man hier elf Messstellen zur Bewertung beprobt. Zehn der Messstellen wiesen dabei unkritische Nitratgehalte auf, waren also als sogenannte grüne Messstellen erfasst“, erläutert der Abgeordnete. Nur in den Proben der Drakenburger Messstelle wurden erhöhte Nitratgehalte gemessen. Eben dieser Messpunkt war allerdings nach vorliegender Überprüfung des verantwortlichen Landesbetriebes (NLWKN) in der Funktionalität als „nur bedingt geeignet“ klassifiziert worden.

„Vor allem durch den Einsatz von Frank Schmädeke konnte gemeinsam mit dem NLWKN erreicht werden, dass der Peilbrunnen 41 mit seinen unzuverlässigen Messergebnissen herausgenommen wird. Dafür bin ich Frank Schmädeke sehr dankbar“, unterstreicht der Verdener CDU-Kreisvorsitzende Adrian Mohr. Die Verdener Aller-Zeitung hatte über die negativen Auswirkungen des 25 Kilometer entfernten Peilbrunnens auf heimische landwirtschaftliche Betriebe in der Gemeinde Dörverden berichtet.

Schmädeke und Mohr betonen nun in der gemeinsamen Pressemitteilung, dass die positiven Erfahrungen des „Niedersächsischen Weges“ von der Landesregierung jetzt auch bei der neuen Düngeverordnung genutzt worden seien: „Mit kundigen Interessenvertretern aus Landwirtschaft und Wasserwirtschaft wurde ein intensiver Dialog gepflegt, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Gemeinsames Ziel ist im Interesse des Wasserschutzes eine realitätsgetreue und verursacherorientierte Gebietsausweisung bei der Nitratbelastung.“

Dafür sei die von der CDU in Hannover durchgesetzte Überprüfung des Messstellennetzes eine wichtige Grundlage gewesen.

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