„Reparieren statt wegwerfen“

Am Ehmken Hoff in Dörverden wird alte Fachwerkscheune wieder aufgebaut

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Uwe Wolff und Jürgen Stahmann schichten alte Dachziegel auf, mit denen die Scheune eingedeckt werden soll. 

Dörverden - Was lange währt, wird endlich gut: Aktive vom Verein Ehmken Hoff und der H.F. Wiebe-Stiftung freuen sich, dass der Wiederaufbau der alten Fachwerkscheune endlich begonnen hat und dass das auf das Jahr 1846 datierte Gebäude auf dem Vereinsgelände eine neue Zukunft und Nutzung vor sich hat.

Nachdem die Familie Meyer aus Stedorf das vormals landwirtschaftlich genutzte Gebäude aus der Buschmeyerstraße der H.F.-Wiebe-Stiftung unentgeltlich – unter der Voraussetzung des Rückbaus und Wiederaufbaus auf dem Gelände des Kulturgutes zur Verfügung gestellt hat – ist jetzt nach dreijähriger Planungs- und Restaurationsphase und mit Erteilung der entsprechenden Genehmigungen der Wiederaufbau des ländlichen Kleinods gestartet. Konnte der Rückbau noch vollständig durch die Mitglieder der AG Haus & Hof des Ehmken Hoffs in Eigenleistung durchgeführt werden, bedurfte es für die weiteren Arbeiten jedoch finanzieller Unterstützung.

So musste zunächst ein Gesamtkonzept mit dem Titel „Reparieren statt wegwerfen & interkultureller Garten“ entwickelt werden, damit Leader-Mittel der EU in das Vorhaben fließen konnten. Außerdem haben großzügige Zuwendungen durch private und geschäftliche Geldspenden sowie Sachspenden und der Verein Ehmken Hoff selbst maßgeblich die Realisierung des Projekts forciert.

Auf Paletten werden die alten Dachziegel angeliefert.

Im Spätsommer des Jahres soll das historische Gebäude fertig sein. Die rund 130 Quadratmeter möchte der Verein dann künftig für ein Repaircafé nutzen. Außerdem ist ein Bereich der Scheune für die Belange der Aktionsgruppe „Interkulturelle Gärten“ gedacht, sodass die Scheune Menschen über Generationen und Nationalitäten hinweg zur Verfügung stehen wird. Und genau das ist das Innovative an dem Projekt, das auch die Leaderkommission überzeugt hat.

Nach Fertigstellung der Scheune wird sich auch das Kulturgut nochmals vergrößern, und folglich werden die Anforderungen an die Ehrenamtlichen bezüglich Pflege und Wartung des weitläufigen Areals nochmals wachsen. Daher sind mehrere Aktionsgruppen im Verein auf der Suche nach weiteren tatkräftigen Mistreitern. Etwa die Aktionsgruppe „Haus & Hof“, deren Aktive maßgeblichen Anteil an der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Kulturguts haben, das sich längst zu einer stark nachgefragten öffentlichen Begegnungs- und Bildungsstätte mit vielfältigen Schwerpunkten entwickelt hat. „Aber leider sind die Kräfte der Ehrenamtlichen nicht unbegrenzt, sodass sich die Gruppe weitere tatkräftige Unterstützung von handwerklich begabten Menschen wünscht, die sich bei Interesse unter der Rufnummer 04234/1431 mit Helmut Gerbes in Verbindung setzen können“, heißt es dazu. 

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