Comic, Abstraktes, Porträt, Landschaft: Ungleiche Künstlerinnen stellen aus

Reiz der Gegensätze

Ilona Röhl. Fotos: Niemann

Dörverden – Zwei kreative Köpfe – eine Ausstellung: Miriam Esdohr und Ilona Röhl laden im Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden zur Auseinandersetzung mit ihren Werken ein. Es ist das erste Mal, dass die beiden Künstlerinnen gemeinsam Bilder zeigen, wie Dieter Ullrich anlässlich der Ausstellungseröffnung unter dem Titel „Kontraste“ vor den interessierten Gästen betonte. Auch jüngeren Kunstfreunden wird diese Werkschau gefallen.

Mit den Genannten zeigen zwei Künstlerinnen ihre Werke, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite die junge Diplom-Grafikerin Miriam Esdohr, die Arbeiten aus den Bereichen Porträt, Manga und Comic zeigt, auf der anderen die talentierte Hobbymalerin Ilona Röhl, die sowohl Gegenständliches als auch Abstraktes zeigt. Und weil beide zurzeit unter einem Dach in Dörverden leben, entstand die Idee, einmal gemeinsam mit ihren Künsten in eine spannungsreiche Beziehung zu treten. „Miriam ist eine wunderbare Künstlerin, eine großartige Zeichnerin mit sehr viel Talent. Da kann und will ich auch gar nicht mithalten“, so Röhl. Gemeinsamkeiten gibt es aber schon: Gezeichnet haben beide Frauen schon immer, beide haben längst ihren jeweils ganz eigenen künstlerischen Weg gefunden und beide stecken voller Ideen.

Esdohr, die als Konzeptkünstlerin, Illustratorin und Autorin arbeitet, erzählt, dass sie bereits als Kind Comics gezeichnet und vor einigen Jahren ein eigenes Comic-Buch herausgebracht habe. Dann habe sie ihre Leidenschaft für Mangas entdeckt und es ist der Mix aus dieser asiatischen Kunstform und den westlichen Comics, der viele ihrer Werke auszeichnet. Irgendwann sei ihr Interesse für Porträts erwacht und wenn sie interessante Gesichter sehe, habe sie einfach Lust, diese zu zeichnen, so Esdohr. Parallel zur Ausstellung im Kulturgut zeigt sie derzeit noch Bilder – überwiegend aus dem Science-Fiction-Bereich – im „Nerdwerk 2“ in Bremen-Findorff.

Röhl hat sich ihre künstlerischen Fertigkeiten autodidaktisch und in Kursen angeeignet. Auch sie hat bereits im Kindesalter die ersten Pinselstriche getätigt und das Malwerkzeug seitdem nicht mehr aus den Händen gelegt, sodass inzwischen eine stattliche Anzahl von Bildern von ihrem Können zeugen. Über ihre Motive sagte sie: „Ich suche mir aus, was mir gefällt. Wenn mich etwas anspricht, male ich es.“

Die Ausstellung, die vom Reiz der Gegensätze lebt, ist noch bis einschließlich Sonntag, 8. September, jeweils sonntags, von 14 bis 17 Uhr, sowie nach vorheriger Vereinbarung im Kulturgut zu sehen.  nie

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