Dieter Ullrich und Philipp Bachmann zeigen ihre Arbeiten im Ehmken Hoff

Reduktion auf das Wesentliche

Der Künstler Philipp Bachmann vor seinen Arbeiten während der gut besuchten Vernissage. Fotos: Niemann

Dörverden - Von Christel Niemann. Am Sonntagnachmittag wurde durch den Vereinsvorsitzenden Gerhard Meyer eine Ausstellung mit Malerei, Skulpturen und Fotos von Dieter Ullrich (Stedorf) und Philipp Bachmann (Kirchlinteln) im Ausstellungsraum des Kulturguts Ehmken Hoff eröffnet.

Für Bachmann ist es die zweite Ausstellung, während Ullrich zum wiederholten Mal die Seiten gewechselt hat. Im Verein ist er Sprecher der Arbeitsgruppe Kunst & und Kultur und außerdem federführend mit der Organisation und Durchführung der Ausstellungen auf dem Kulturgut betraut.

Für die aktuelle Ausstellung hat Ullrich annähernd 20 Arbeiten ausgewählt, die er in einer Werkschau zeigt: Mehrere Fotografien und Specksteinarbeiten sowie Werke abstrakter und teils gegenständlicher Malerei auf Leinwand in Acryl und Mischtechnik, mal zart, mal kräftig und immer ausdrucksstark spiegeln sie sein Ringen um Form, Farbe und Aussagekraft wider. Dass sich die Werke dem Betrachter nicht immer auf den ersten Blick sofort oder in vollem Umfang erschließen, ist von dem Künstler durchaus gewollt. Auf den Fotos sind überwiegend Landschaften zu sehen, während bei den Bildern abstrakte Motive überwiegen.

Dieter Ullrich ist im Jahr 2005 durch einen Kreativkurs an die Kunst herangeführt worden. Viele Werke der aktuellen Ausstellung wurden unter Begleitung von Viktor Lau geschaffen. Der Kunsttherapeut, der bereits seit 2013 Kurse auf dem Kulturgut Ehmken Hoff anbietet, wird auch in diesem Jahr wieder für Workshops in Malerei und Speckstein zur Verfügung stehen. Sehr gut ergänzt wird die Ausstellung durch die Specksteinskulpturen von Philipp Bachmann.

Kennengelernt (und gefunden) haben sich beide Künstler ebenfalls über die Kurse bei Victor Lau, wo beide ihr Faible für das Arbeiten mit Speckstein entdeckt hatten. Bachmann erzählt, dass er zuvor gemalt habe, sich seit 2012 aber vornehmlich auf das Gestalten mit Speckstein konzentrieren.

„Die Malerei ist nahezu gänzlich in den Hintergrund gerückt. Es ist einfach, eine tolle Erfahrung mit dem Material gestalterisch zu arbeiten“, erklärte er bei der Vernissage. Mit den Händen etwas individuell Geformtes, Geschmeidiges zu erschaffen, begeistere und fasziniere ihn immer wieder. Das Material bringe er hauptsächlich mit Holzwerkzeugen in Form, ganz ohne maschinelle Hilfe. Reizvoll scheint für den Künstler auch die Reduktion seiner Skulpturen auf das Wesentliche zu sein, denn Schnörkeliges sucht der Betrachter vergebens. Ausgestellt hat der 74-Jährige 15 teils figürliche Skulpturen, von denen sich nicht nur der Vorsitzende im Verein Ehmken Hoff, Gerhard Meyer, in seiner Begrüßungsrede begeistert zeigte, sondern auch die Gäste, die überaus zahlreich der Einladung zur Vernissage gefolgt waren.

Die Ausstellung ist auf dem Kulturgut bis zum 2. Februar zu sehen. Sie kann immer sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach vorheriger Absprache besichtigt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Amtsenthebungsverfahren - Trump: Würde gern hingehen

Amtsenthebungsverfahren - Trump: Würde gern hingehen

Teenager träumen eher von traditionellen Jobs

Teenager träumen eher von traditionellen Jobs

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

So beugen Sie dem Hexenschuss vor

So beugen Sie dem Hexenschuss vor

Meistgelesene Artikel

Ärger nach Trecker-Demo: Bauern beseitigen Spuren des Protests

Ärger nach Trecker-Demo: Bauern beseitigen Spuren des Protests

„Event 24“ übernimmt die Feste im Daverdener Holz

„Event 24“ übernimmt die Feste im Daverdener Holz

„Wer besorgt ist, sollte zu uns kommen“: Der Ton im Netz und die Folgen

„Wer besorgt ist, sollte zu uns kommen“: Der Ton im Netz und die Folgen

Kreissparkasse baut nicht am Gieschen-Kreisel in Achim

Kreissparkasse baut nicht am Gieschen-Kreisel in Achim

Kommentare