Ratsentscheidung zum Acht-Punkte-Papier für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur

Allerbrücke: CDU-Antrag bekommt die Mehrheit

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An der Nordbrücke in Verde gibt es oft Stau.

Dörverden - Im Dörverdener Gemeinderat hat es am Montagabend überraschend eine Mehrheit für einen umfangreichen Antrag der CDU-Fraktion gegeben. Das acht Punkte umfassende Papier fordert im Kern eine Verbesserung des Verkehrsflusses zwischen der Gemeinde Dörverden und der Stadt Verden sowie die Prüfung der Machbarkeit eines dritten Allerübergangs. Der Antrag war vor einigen Wochen im Fachausschuss noch abgelehnt worden,

Der Antrag beinhaltet verschiedene Aufforderungen an die Stadt Verden, den Verkehrsfluss auf der B 215 zu verbessern, zum Beispiel durch Maßnahmen im Bereich des Nordertorkreisels. Auch wird die Stadt gebeten, zu prüfen, ob sich der Verkehrsabfluss an der Südbrücke verbessern ließe, würde man den Innenstadtring zu einer Einbahnstraße machen. Darüber hinaus heißt es in dem Papier: „Wir beantragen eine Machbarkeitsstudie für die Planung der Realisierung eines weiteren Allerübergangs – in Abstimmung mit der Stadt Verden.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Adrian Mohr machte in der Sitzung noch einmal kräftig Werbung für den Antrag. Die Tatsache, dass es seitens des Landkreises heißt, ein dritter Allerübergang sei nicht realisierbar, beeindruckte Mohr wenig. „Es kann schon sein, dass das eine Schlacht auf verlorenem Posten ist. Aber wir wären schlecht beraten, wenn wir es nicht wenigstens versuchen würden.“ Und weiter: „Es gibt etliche Verkehrsprojekte im Landkreis, bei denen man vorher gesagt hat: ‚Das geht nicht, das ist zu teuer, da erfüllen wir die Bedingungen nicht.‘ Und heute nutzen wir sie jeden Tag.“

Einig waren sich die Fraktionen im Gemeinderat hinsichtlich der Punkte, die sich auf die Verbesserung des Verkehrsflusses in Verden beziehen. „Das können wir so mittragen, keine Frage“, erklärte Jens Künzler, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Was jedoch die weitere Verfolgung eines dritten Allerübergangs anging, da fand die CDU kaum Unterstützer bei den anderen Fraktionen. Künzler: „Wir können doch nicht einfach alles zupflastern und versiegeln.“ Es müssten kreativere Vorschläge her. „Man darf nicht vergessen: Es ist ja auch nicht zu jeder Tageszeit Stau auf der B 215. Es sind Stoßzeiten, die man möglicherweise auch in den Griff kriegen würde, wenn man mal in Frage stellt, ob der Schulunterricht wirklich überall zur gleichen Zeit anfangen muss.“

Walter Franzmeier, Fraktionsvorsitzender der Grünen, plädierte dafür, erst einmal die Verkehrsflüsse genau zu analysieren. „Erst am Ende dieser Überlegungen stünde vielleicht eine Machbarkeitsstudie für einen dritten Allerübergang.“ Der Ansatz, ein regionales Mobilitätskonzept in Federführung des Landkreises zu erarbeiten, bei dem die Belange der Gemeinde berücksichtigt würden, sei laut Franzmeier dagegen zu begrüßen. Aber das Ergebnis solle man erst einmal abwarten. „Diese Abwarterei hat uns in den vergangenen Jahren ja unheimlich nach vorne gebracht“, so ein sichtlich verärgerter Mohr.

Die Abstimmung brachte folgendes Ergebnis: Grüne und SPD stimmten gegen den Antrag, kamen zusammen auf zehn Stimmen. CDU und UWDuD votierten mit elf Stimmen dafür. Bürgermeister Alexander von Seggern enthielt sich. Damit war der Antrag durch. Kleine Randnotiz: Zwei SPD-Mitglieder fehlten. Ihre Stimmen hätten das Ergebnis kippen können.

rei

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