Ausschuss überzeugt von Waldkiga-Konzept

Politik sendet ein eindeutiges Signal

Freuen sich über die Unterstützung aus der Politik: Die Waldkindergarten-Initiatoren Jens Gliessmann, Lisa Paulsen und Yvonne Allerheiligen, hier mit Förster Michael Müller (v.l.). Foto: Raczkowski

Dörverden – Strahlende Gesichter gab es am Mittwochabend im Kultursaal. Nicht nur bei den Vertretern des neu gegründeten Elternvereins, der einen Waldkindergarten in der Gemeinde Dörverden einrichten will. Auch die Politiker sahen hochzufrieden aus. Der Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Kultur beriet erstmals über das ehrgeizige Projekt und sendete ein wichtiges Signal in Richtung der engagierten Eltern: „Wir stehen dahinter“, so der Tenor.

Wie bereits berichtet, will der Verein ab dem Kitajahr 2020/2021 in einem Forststück bei Diensthop 15 Kinder ab drei Jahren betreuen. Der Ausschuss empfahl am Mittwoch einstimmig, die Einrichtung und den Betrieb des Waldkindergartens zu unterstützen. Und die Unterstützung soll mehr als nur ideell sein: Die Gemeinde will sich bereit erklären, mit dem Elternverein einen Defizitvertrag abzuschließen und die Kosten zu übernehmen.

Denn aufgrund der gesetzlichen Beitragsfreiheit kann der Verein natürlich keine Gebühren von den Eltern erheben. Und so wird sich das jährliche Defizit, nach Abrechnung der zu erwartenden Finanzhilfeleistungen des Landes, auf circa 58 000 Euro belaufen. Die will die Gemeinde ebenso übernehmen wie die einmaligen Investitionskosten in Höhe von 50 000 Euro. Davon soll neben einer Komposttoilette und der Grundausstattung vor allem ein Bauwagen im Wert von 40 000 Euro angeschafft werden, der als Aufenthaltsraum für die Kinder und Beschäftigten dient.

„Durch den Betrieb können zusätzlich bis zu 15 Plätze im Regelbereich geschaffen werden“, heißt es in der Begründung der Verwaltung. „Gleichzeitig wird in der Gemeinde ein bisher noch nicht vorhandenes Angebot eingeführt, das die Betreuungslandschaft insgesamt bereichert. Die Gemeinde verfügt damit im Falle der Realisierung auch zukünftig sowohl quantitativ als auch qualitativ über eine deutlich und gezielt über den Rechtsanspruch hinausgehende Angebotsstruktur für den Regelbereich.“

In den vergangenen Monaten hatte der Elternverein nicht nur den interessierten Eltern, sondern auch den Fraktionen und der Verwaltung sein Konzept vorgestellt. „Das ist eine so nachhaltig formulierte Idee, dass wir guten Mutes heute den Grundsatzbeschluss fassen können“, warb Bürgermeister Alexander von Seggern bei den Politikern um Zustimmung. Die gab es von allen Seiten: „Das ist eine schöne Entwicklung, uns wurde ein sehr gutes Konzept vorgestellt“, so der Ausschussvorsitzende Boris Allerheiligen (CDU). „Wir finden die Idee einfach toll“, befand auch Karin Plump (SPD). Jürgen Stahlke (Grüne): „Beim Infonachmittag hat man sofort gemerkt: Da steckt viel Mühe und Herzblut dahinter.“

Die Beschlussempfehlung fiel einstimmig. Final entscheiden wird der Rat am 18. Dezember, aber der Elternverein freut sich schon jetzt über ein so eindeutiges Signal aus der Politik.  rei

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