Soziale Betreuung als Herzstück

Pflegeeinrichtung Haus am Hesterberg punktet mit Aktionen und Aktivitäten

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Immer neue Ideen entwickeln Sandra Otte (hi.v.l.) und Ludmilla Wolf bei der Betreuung von Senioren. 

Es ist Vormittag im Haus am Hesterberg in Dörverden: Ludmilla Wolf und Sandra Otte verteilen Rührschüsseln und Handmixer. Die Zutaten wie Mehl, Backpulver, Zucker oder Eier haben sie bereits auf einem langen Tisch bereitgestellt, an dem schon etliche Bewohner erwartungsfroh Platz genommen haben.

Dörverden – Gemeinsame Aktionen und besondere Aktivitäten sind in der kreiseigenen Pflegeeinrichtung Haus am Hesterberg in Dörverden an der Tagesordnung. „Heute backen wir drei Bleche Apfelkuchen. Der wird am Nachmittag dann von den Bewohnern verzehrt“, erzählt Otte. Nach dem Ausscheiden von Ingrid Kuhlmann in den Vorruhestand trat sie deren Nachfolge in der sozialen Betreuung an. Dort arbeitet die 42-Jährige eng mit Ludmilla Wolf zusammen, die in der sozialen Betreuung bereits seit elf Jahren tätig ist.

Was aber bedeutet überhaupt soziale Betreuung und was sind die wichtigsten Aufgaben in diesem Bereich, den Einrichtungsleiterin Elke Lindhof als das Herzstück des Hauses bezeichnet? „Es geht um die Beschäftigung unserer Bewohner. Selbst wenn wir, etwa personalbedingt, zu Kürzungen gezwungen werden, werden wir – sofern es sich irgendwie vermeiden lässt – die Angebote in diesem Bereich keinesfalls reduzieren“, so Lindhof weiter.

Es sei von großer Bedeutung, die Bewohner in ihrem Alltag zu begleiten und ihnen vielfältige Angebote für eine sinnvolle und attraktive Freizeit zu machen. „Wir fragen nach, was sich die Menschen wünschen und gehen im Regelfall auch darauf ein“, erklärt Wolf. Dazu zählen Vorlesen, Gesellschaftsspiele, Sitztanz, Singen oder Spaziergänge sowie hauswirtschaftliche Aktivitäten wie Kochen oder Gärtnern in den Hochbeeten. Außerdem nehmen die Organisation von Veranstaltungen, darunter Jahreszeitenfeste und Geburtstage, sowie die Einzelbetreuung von Bewohnern breiten Raum ein. Dabei werden neue Bewohner über mehrere Wochen hinweg intensiv begleitet und mit ihrer neuen Lebensumgebung vertraut gemacht.

Des Weiteren werden von den sozialen Betreuungskräften für die Bewohner auch außerhäusliche Aktivitäten organisiert. „Wir machen Ausflüge in die nähere Umgebung, beteiligen uns an ortsnahen Terminen und Treffen oder besuchen hin und wieder eine Kinovorstellung.“ Für die an Demenz erkrankten Bewohner gibt es außerdem besondere Angebote, die an die verbliebenen Fähigkeiten anknüpfen, die dieser Personenkreis über Jahrzehnte hinweg beherrscht hat. „Kochen und Backen sind hier sehr beliebt, besonders bei den Frauen“, berichten die Mitarbeiterinnen.

Alle Sinne aktivieren und einbeziehen, die Menschen mit ihren noch vorhandenen Fähigkeiten wahrnehmen, stehe dabei im Fokus der Arbeit. Lindhof ergänzt, dass es Ziel der sozialen Betreuung im Haus am Hesterberg sei, ein ebenso abwechslungsreiches wie auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmtes Programm zu gestalten.

Es ist ein anspruchsvoller Job, den die Betreuerinnen täglich ausüben. „Man muss Menschen mögen und über sehr viel Geduld verfügen. Geduld ist das A und O“, sind sich Wolf und Otte einig. Aktuell arbeitet das Duo an der Umsetzung neuer Ideen, darunter ein Tanznachmittag und sogennannte Wii-Spiele mit dem Computer. 

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