Peta äußert sich zu Köder-Vorfall in Dörverden / Melderegister für Anschläge gefordert

500 Euro für Hinweise auf Tierquäler

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Nachgestellte Szene: Präparierte Köder werden für Hunde schnell zur tödlichen Gefahr.

Dörverden - Nachdem in Dörverden mit Nadeln präparierte Wurststücke gefunden wurden (wir berichteten), setzt die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland jetzt eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung der Täter führen.

Zeugen haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520/7373341 an Peta zu wenden – auch anonym. Die Tierrechtsorganisation weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von präparierten Ködern wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch weitere Köder-Funde sollten umgehend gemeldet werden.

„Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner wieder gefahrlos ausgeführt werden können“, betont Judith Pein im Namen von Peta. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die präparierten Köder auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar.“

Hat ein Tier einen präparierten oder vergifteten Köder gefressen, müsse sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden. Es bestehe Lebensgefahr, da das Tier an inneren Verletzungen qualvoll sterben kann. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen müsse ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. „Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.“

Grundsätzlich fordert Peta die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

Tierquälerei ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

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