Gemeinde schließt Bauträgervertrag mit privatem Investor ab / So ganz schnell wird es jetzt aber nicht gehen

Ortswehren Dörverden und Stedorf künftig unter einem Dach

Zwei Männer stehen vor einer Grünfläche und zeigen darauf.
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Man ist sich einig geworden: Investor Heinrich True (links) und Bürgermeister Alexander von Seggern deuten auf das Grundstück, auf dem das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen soll. Das Gesamtvolumen liegt bei mehr als 2,5 Millionen Euro.

Die Ortswehren Stedorf und Dörverden werden in nicht allzuferner Zukunft in ein gemeinsames, neu gebautes Feuerwehrhaus ziehen. Die Gemeinde hat jetzt mit dem Abschluss eines Bauträgervertrages einen großen Schritt in Richtung einer Realisierung gemacht.

Dörverden – Der Brandschutzbedarfsplan hatte es 2014 in einem Modell schon aufgezeigt: Für die Ortschaften Dörverden und Stedorf wäre künftig ein Standort ausreichend, da alle zugehörigen Einsatzorte innerhalb von vier Fahrminuten erreicht werden könnten.

Ein eigens gebildeter Arbeitskreis aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung hatte zunächst ein entsprechendes Anforderungsprofil erarbeitet. Dabei wurden die Hinweise der Feuerwehrunfallkasse zum Neubau sowie zum sicheren Betrieb von Feuerwehrhäusern zugrunde gelegt. Ende 2015 fand eine Bereisung statt, bei der sich die Beteiligten verschiedene Bauvorhaben angesehen haben, bei denen es bereits vergleichbare Standortverlegungen gegeben hat. „Als erstes Prioritätsgrundstück wurde für das Projekt dann eine bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche direkt an der B 215 an der Ortsdurchfahrt neben der Straße Öwelgönne festgelegt. Letztlich beschloss der Verwaltungsausschuss im Juni 2016 das finale Anforderungsprofil und beauftragte die Verwaltung, konkrete Grundstücksverhandlungen zu führen“, schreibt die Verwaltung in einer Pressemitteilung.

Mit Heinrich True aus Geestefeld, dem Eigentümer des Prioritätsgrundstücks, wurden die Gespräche daraufhin aufgenommen. „Ursprünglich war geplant, das Grundstück ganz klassisch anzukaufen und dort als Gemeinde selbst zu bauen“, schildert Bürgermeister Alexander von Seggern die Ausgangssituation. Im Laufe der Verhandlungen reifte aber die Idee heran, nicht nur das Grundstück, sondern dieses gleich mit einem fertigen Feuerwehrgerätehaus zu erwerben. „Ein Novum für die Gemeinde, von einem Privatinvestor eine noch zu bauende Immobilie zu erwerben“, erklärt von Seggern den langwierigen Entscheidungsprozess.

Zum jeweiligen Verhandlungsstand wurden durch den Rat der Gemeinde die entsprechenden Mittel im Haushalt immer wieder angepasst bereitgestellt. „Eine insgesamt herausfordernde Aufgabenstellung mit einem angenommenen Gesamtvolumen von aktuell mehr als 2,5 Millionen Euro“, hebt von Seggern besonders die durchgehende Bereitschaft der Politik hervor, diesen Weg zur langfristigen Sicherstellung des Brandschutzes mitgehen zu wollen.

Der für das Projekt entscheidende Meilenstein wurde jetzt gesetzt: Der entsprechende Bauträgervertrag ist notariell beurkundet. „Ich freue mich sehr auf dieses nicht alltägliche Projekt in meiner Heimatgemeinde“, bekundet True. Als privater Investor verpflichtet er sich in dem Vertragswerk, das in einer detaillierten Bau- und Leistungsbeschreibung vorgegebene Objekt nebst Außenanlagen zu errichten und es samt Grundstück an die Gemeinde zu verkaufen. „Diese übernimmt es dann nach Fertigstellung, sodass die beiden Feuerwehren schlüsselfertig einziehen können“, erklärt True.

„Auch wenn dies zwar die lang ersehnte gute Nachricht ist, muss ich die Euphorie zunächst leider weiterhin bremsen“, schränkt von Seggern ein. Seitens der Gemeinde müssen jetzt nämlich zunächst noch die bauplanungsrechtlichen Grundlagen geschaffen werden. Auch die Verkehrsanlagen müssen umgeplant werden. Die Straße Öwelgönne und deren Einmündung in die Bundesstraße 215 bedürfen einer Anpassung, um den mit ausrückenden Löschfahrzeugen verbundenen Anforderungen gerecht zu werden. Ein Termin zur Gebäudeübergabe kann daher noch nicht benannt werden.

„Über die weiteren Schritte dieses Vorhabens werden wir laufend informieren“, verspricht von Seggern.

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