Wandertag zum Ehmken Hoff

„Ohne das Ehrenamt gäbe es das alles hier gar nicht“

Mit dem Kulturgut Ehmken Hoff hatten sich die Zweitklässler ein lohnendes Ziel für ihren Wandertag ausgesucht. Fotos: Niemann

Dörverden - Einen Wandertag der besonderen Art haben die Zweitklässler der Grundschulen Dörverden und Barme erlebt. Ziel von Schülern und Lehrkräften war das Kulturgut Ehmken Hoff, wo sie erlebnisreiche Stunden verbrachten. Bei ihrer Ankunft erwartete sie ein kleines Rahmenprogramm mit Aktionen zu den Themen Naturschutz und Ehrenamt.

So besichtigten die Schüler mit Friederike Wessel die Gebäude auf dem Kulturgut, wässerten auf der Streuobstwiese die jungen Apfelbäume und statteten, mithilfe von Dietfried Zach und dessen Tochter, Tina Rolfsmeyer, ein Insektenhotel für die zukünftigen Bewohner gemütlich aus.

Dabei wurden Zach und Rolfsmeyer nicht müde, auf die Schwierigkeiten der Vogelwelt aufmerksam zu machen – wenngleich ihnen durchaus bewusst ist, dass ihr Bemühen „kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“ ist. Dennoch wies Zach gleich mehrmals auf die Bedeutung dieser Unterkünfte hin, die auch Kinder leicht auf dem heimischen Balkon oder im Garten aufhängen können.

Warum Insektenhotels dem Vogelschutz dienen, musste Dietfried Zach den neugierigen Kindern erst einmal erläutern.

Danach hat Zach mit den Schülern noch hinter die Türen von Nistkästen geschaut, die beispielsweise von Meise, Kleiber oder Sperling bewohnt werden. Kindgerecht, mit Anschauungsmaterial über verschiedene Vögel, ging Zach auf das Thema ein und erklärte, wie wichtig etwa alte Bäume für viele heimische Vogelarten sind. „Künstliche Nisthilfen sind allerdings immer dort sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil es keine alten Bäume oder an Gebäuden keine geeigneten Brutnischen gibt“, erklärte der Naturexperte.

Friederike Wessel erklärte den Kindern außerdem, was der Begriff Ehrenamt konkret für den Erhalt und für die Pflege des Kulturguts bedeutet. „Ohne die vielen Menschen, die hier umsonst arbeiten, gäbe es das alles hier gar nicht“, sagte Wessel, die sich selbst in verschiedenen Vereinen und Projekten ehrenamtlich engagiert. Sie unterstrich auch, dass sich der Verein Ehmken Hoff über weitere zupackende Helfer freuen würde, dass es Möglichkeiten für unterschiedliche Altersstufen gebe und dass ehrenamtliches Engagement nicht altersabhängig sei. Mit vielen neuen Eindrücken und Informationen machten sich die Zweitklässler auf den Heimweg. 

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