Neues Angebot bei Edeka

Wurst darf jetzt in die Tupperdose

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So ist es richtig: Die Kundin stellt ihre mitgebrachte, bereits geöffnete Dose auf das Tablett. Die Mitarbeiterin, hier Malgorzata Hannemann, kommt auf diese Weise nicht mit dem Kundenbehältnis in Kontakt. So wird die Hygienevorschrift eingehalten – und Plastikmüll gespart.

Gegen den Verpackungswahnsinn: Immer mehr Supermärkte bieten den Kunden an, ihre eigenen Behältnisse an Fleisch- und Käsetheken befüllen zu lassen. Mitarbeiter von Edeka in Dörverden erklären, wie es funktioniert und was zu beachten ist.

Dörverden – „Die Nachfrage war zunächst groß, aber das tatsächliche Interesse ist bislang noch eher gering“, sagt Edeka-Mitarbeiterin Sabrina Reimann. Nur durchschnittlich zwei oder drei Kunden täglich brächten ihre eigenen Behältnisse von zuhause mit und ließen sich an den Frischetheken Wurst, Fleisch oder Käse einpacken. „Vielleicht hat sich das Angebot noch nicht ausreichend herumgesprochen, vielleicht haben die Kunden aber auch Sorge, dass die Hygiene nicht ausreichend gewährleistet ist“, mutmaßt die Verkäuferin.

Dabei sind die Vorschriften beim Verkauf loser Frischwaren äußerst streng. So müssen die mitgebrachten Behältnisse ausschließlich aus bruchfestem Material beschaffen sein und dürfen auch nicht von den Kunden über die Theke gereicht werden. „Das ist absolut tabu. Keiner kann garantieren, dass die mitgebrachten Behälter rundum sauber sind“, informiert Reimann. Ansonsten bestehe nämlich die Gefahr, dass Keime & Co auf die Frischware übergehen könnten. „Meine Kolleginnen und ich müssen sorgfältigst darauf achten, dass nichts, was der Kunde mitbringt, in den Hygienebereich, also hinter die Theken-Glasscheiben gelangt.“

Frischeinkauf einfach erklärt

In der Praxis funktioniert das Prozedere beim Frischeinkauf von Käse wie folgt: Der Kunde bringt von daheim einen Mehrweg-Behälter mit und weist die Verkäuferin an der Theke darauf hin. Danach öffnet der Kunde selbst die Dose und legt sie auf ein spezielles Tablett, das er der Mitarbeiterin reicht, die dann das Kundengefäß mit der bestellten Menge an Käse befüllt. Dann bekommt der Kunde das Tablett mit der Ware zurückgereicht, damit er das Behältnis selbst wieder verschließt.

Und warum überhaupt das Tablett? „Das fordert die Hygienevorschrift der Behörde. Der Verkäufer darf nicht direkt mit dem Kundengefäß in Kontakt kommen. Durch das Tablett wird diese Vorgabe eingehalten, zumal es aus hygienischen Gründen nur einmal benutzt wird und dann speziell gereinigt werden muss.“

Salatbar von Mehrweg-Offensive ausgeschlossen

Von der Mehrweg-Offensive ausgeschlossen ist allerdings die Salatbar, die sich bei der Kundschaft von Edeka-Meyer größter Beliebtheit erfreut. Zur Müllvermeidung seien in diesem Bereich vielleicht auch Einwegverpackungen aus umweltfreundlichem Material oder ein Pfandsystem für Mehrwegbehälter sinnvoller.

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