SoFa eröffnet Jugendtreff an der Großen Straße 86 in Dörverden

Neuer Standort ist ein Glückstreffer

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Zu seinem Antrittsbesuch hatte Bürgermeister Alexander von Seggern (2.v.l.) zwar keine Blumen, dafür aber ein erfreuliches Schreiben mitgebracht, das eine Förderung der Offenen Jugendarbeit mit bis zu 14 000 Euro jährlich durch die Gemeinde zusichert. Darüber freuten sich Jan-Dieter Junge, Freya Willkowsky und Farid Errahmouni (von links).

Musik hören, Fußball gucken, quatschen, Chips futtern oder einfach nur mit Gleichaltrigen abhängen: Für all dies haben die Jugendlichen in Dörverden ab sofort wieder einen Ort. Die Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe (SoFa) als Trägerin des Jugendtreffs in der Gemeinde hat nach langer Suche endlich ein geeignetes Objekt gefunden.

Dörverden – Bei der Renovierung der Räumlichkeiten in der Großen Straße 86 packen neben den Pädagogen auch die künftigen jungen Nutzer tatkräftig mit an. Der Dörverdener Bürgermeister Alexander von Seggern hat sich noch vor der offiziellen Eröffnung einen Besuch nicht entgehen lassen.

Das Ziel ist gesteckt: „So schnell wie möglich sollen die Räume renoviert und eingerichtet werden“, erklärt Jan-Dieter Junge, Geschäftsführer im gemeinnützigen Verein. „Dafür sind wir derzeit noch eifrig am Streichen und am Putzen“, ergänzt Jugendtreff-Leiterin Freya Willkowsky, die gemeinsam mit Farid Errahmouni die Malerpinsel schwingt. An die ehemalige Nutzung als privates Wohngebäude erinnern insbesondere noch der kleinteilige Grundriss der Räume und die vorhandenen beiden Bäder mit Retro-Charme. Die Wände sind bereits überwiegend fertig gestrichen und fast alle Räume fertig geputzt, sodass demnächst die Fußböden verlegt und die ersten Einrichtungsgegenstände einen Platz bekommen können. „Die Kids haben geholfen, die alten Fliesen abzuschlagen oder die Tapeten abzureißen“, erzählt Willkowsky.

Der Plan, dass die zukünftigen Nutzer den Jugendtreff schon jetzt als eine Art zweites Zuhause empfinden, scheint aufzugehen. „Es ist wichtig, die Jugendlichen mitzunehmen und ihnen keine fertigen Lösungen vorzusetzen“, erklärt Junge. „Sie müssen eigene Ideen entwickeln und sich aktiv einbringen, denn je mehr sich Jugendliche mit einer Sache identifizieren, umso sorgsamer gehen sie damit um.“

Die Pädagogen sind sich einig, dass der neue Standort viele Möglichkeiten bietet. Mit rund 100 Quadratmetern sind die Räume zwar etwas kleiner, aber auch viel besser in Schuss. Die Unterteilung lässt das Arbeiten in kleineren Gruppen zu. „Wir haben eine separate Küche, eine Terrasse und einen kleinen Garten gibt es auch.“

Die Verantwortlichen finden nicht nur das Engagement der Heranwachsenden toll. Sie freuen sich auch über die Unterstützung der Gemeinde, die in den zurückliegenden Monaten einen Bereich in der Kurt-Poppe-Halle als vorübergehenden Treffpunkt für die Jugendlichen zur Verfügung gestellt hatte. „Was lange währte, wird nun endlich gut“, resümiert Willkowsky, die noch einmal an die zuletzt auch aus Sicherheitsgründen unhaltbaren Zustände im vorherigen Jugendtreff erinnert, die eine Kündigung des Mietvertrags erforderlich machten. Und sie berichtet von der monatelangen, zunächst erfolglosen Suche nach einer für den Jugendtreff geeigneten Immobilie. „Und jetzt dieser Glückstreffer. Die Lage im Ortszentrum, der Außenbereich und ein ausgesprochen netter, privater Vermieter.“

Der neue Jugendtreff öffnet seine Türen immer mittwochs, von 15 bis 19 Uhr. Die Öffnungszeiten könnten noch ausgeweitet werden, was aber laut Junge abhängig von finanziellen Faktoren ist. Weitere Sponsoren seien gerne gesehen. Junge denkt auch über eine Untervermietung der Räumlichkeiten, beispielsweise an Selbsthilfegruppen, nach. Wer Interesse hat, darf sich unter Telefon 04202/888064 melden.

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