Dörverden bekommt Defibrillatoren

Neuer Lebensretter an Hotelfassade

Simone Sebastian, Heidrun Serbatoio und Ingo Fischer bei der Übergabe des Gerätes. - Foto: Niemann
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Simone Sebastian, Heidrun Serbatoio und Ingo Fischer bei der Übergabe des Gerätes.

Dörverden - Im Notfall zählt jede Sekunde: Erleidet ein Mensch einen Herzinfarkt, ist auch die Sauerstoffversorgung des Gehirns betroffen. Damit in Dörverden künftig schnell reagiert werden kann, sollen gleich vier Defibrillatoren angeschafft werden. Der erste wurde jetzt am Hotel-Restaurant Pfeffermühle installiert.

Simone Sebastian vom Hotel-Restaurant Pfeffermühle in Dörverden freut sich mit der Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Dörverden, Heidrun Serbatoio, und deren Vorstandskollegen Ingo Fischer über die Inbetriebnahme des AED (Automatisierter Externer Defibrillator). Im Fall eines lebensbedrohlichen Herzversagens können Passanten nun schnell reagieren und damit wertvolle Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nutzen.

Das gegen Diebstahl alarmgesicherte Gerät, das mittels Stromstoß einen aus dem Rhythmus geratenen Herzmuskel wieder in Takt bringt, ist im äußeren Eingangsbereich der Pfeffermühle angebracht und damit jedermann frei zugänglich. „Die Pfeffermühle ist jetzt der erste öffentliche AED-Standort in der Gemeinde“, so Serbatoio, die der Gastronomin für ihre Bereitschaft dankt, den Defibrillator auf eigene Kosten anzuschaffen und die Aktivitäten des Ortsvereins gegen den Herztod zu unterstützen. Serbatoio: „Zeitnah wird der Ortsverein auf eigene Kosten Defibrillatoren bei SchuhPlus und bei den Seniorenwohnanlagen in Dörverden sowie am alten Barmer Rathaus installieren lassen.“

Fischer weist darauf hin, dass mit mehr als 100 000 Verstorbenen jährlich der plötzliche Herztod die häufigste Todesursache sei und dass viele durch den schnellen Einsatz eines Defibrillators gerettet werden könnten. Denn während mit der bekannten Herzdruckmassage ein stehengebliebenes Herz wieder in Gang gesetzt werden kann, ist diese manuelle Methode beim Kammerflimmern wirkungslos. Hier hilft nur ein gezielter Stromstoß. Und genau diesen kann mit einem Defibrillator jeder Laie ausüben, ohne sich oder den Patienten zu gefährden.

Fischer: „Die Handhabung ist denkbar einfach. Nach dem Öffnen des Gerätedeckels startet eine automatische Sprachansage mit allen erforderlichen Anweisungen für den Einsatz des Defibrillator. Zunächst werden die Elektroden aufgeklebt, dann erfolgen die Analyse des Herzrhythmus’ sowie die Stromabgabe automatisch durch das Gerät. Die weitere Versorgung wie Herzdruckmassage oder Beatmung wird ebenfalls durch das Gerät angesagt und bis zur nächsten Rhythmusanalyse wiederholt.“ Es gäbe nur eines, was der Laie im Notfall falsch machen könne, nämlich nichts zu tun. „Es stehen aber leider in der Öffentlichkeit zu wenige Geräte zur Verfügung“, fügt Sebastian hinzu. Ihr und ihrem Team biete das Wissen um das Vorhandensein des Geräts ein Stück mehr Sicherheit, um im Notfall die richtigen Maßnahmen durchzuführen. Dennoch wünsche sie sich, dass es nie zum Einsatz kommen müsse.

Der DRK-Ortsverein plant einen kleinen öffentlichen Einführungskurs, bei dem Ingo Fischer die Bedienung erklären wird. Er hat sich außerdem bereit erklärt, die Defibrillatoren wöchentlich zu warten. „Wir müssen schließlich sicher sein, dass die Geräte auch funktionieren.“

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