Auch neue Gehege geplant

Wolfcenter Dörverden: Aktiv in der Zwangspause

„Willkommen im Wolfcenter“, würde Christina Fass Besuchern nur zu gerne entgegenrufen. Doch mit einer schnellen Öffnung der Anlage rechnen sie und ihr Mann Frank derzeit nicht. Sie hoffen auf einen Termin zu Ostern.
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„Willkommen im Wolfcenter“, würde Christina Fass Besuchern nur zu gerne entgegenrufen. Doch mit einer schnellen Öffnung der Anlage rechnen sie und ihr Mann Frank derzeit nicht. Sie hoffen auf einen Termin zu Ostern.

Christina und Frank Fass nutzen die Corona-Zwangspause, um ihr Wolfcenter in Dörverden zu modernisieren.

  • Trotz des Lockdowns herrscht im Wolfcenter in Dörverden keine Betriebsruhe. An vielen Stellen wird kräftig gewerkelt.
  • Der alte Wildschutzzaun wurde ersetzt, ein neues Diorama entsteht, der Wasserspielplatz erhält neue Sitzgelegenheiten. Und das Ehepaar hat noch größere Pläne.
  • Die beiden Betreiber hoffen auf eine Wiedereröffnung spätestens zu Ostern.

Dörverden – Seit Monaten ist das Wolfcenter in Dörverden wegen der Pandemie geschlossen, aber von Betriebsruhe kann trotzdem keine Rede sein. In der Corona-Pause hat sich die Einrichtung Wolfcenter für seine Wiedereröffnung gerüstet. „Besucher“, so Christina Fass, „können sich nach Ende des Lockdowns auf einige Neuerungen freuen.“

Bitte Platz nehmen auf der Holzbank.

Trotz fehlender Einnahmen geben sie und ihr Mann Frank Fass Geld aus, um das Center weiter zu modernisieren. Zu den Veränderungen zählt, dass zur Straßenseite der altersbedingt abgängige Wildschutzzaun durch einen stabilen Metallzaun ersetzt, der Eingangsbereich draußen erweitert und durch neue, hölzerne Sitzgelegenheiten aufgepeppt wurde. Drinnen wurde bereits der Empfangstresen vergrößert und dadurch Platz für zwei Mitarbeiter geschaffen. Auch im Sinne der Gäste würden so Arbeitsabläufe optimiert.

Größere Veränderungen gibt es auch im Bereich des Wasserspielplatzes, wo ebenfalls neue Sitzgelegenheiten geschaffen wurden und wo zeitnah noch eine hölzerne Terrasse angelegt wird. Ein richtiges Schmuckstück soll das Diorama werden, das im Untergeschoss des Ausstellungsgebäudes seiner Fertigstellung entgegensieht. Fass: „Wir haben eine Jagdszene gewählt, die einen Moschusochsen und zwei Wölfe in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Die entsprechenden Präparate sind bestellt, aber leider noch nicht ganz fertig.“

Künstlerin Anne Richard gestaltete den Hintergrund für ein Diorama.

Fertig ist aber bereits die von der Cluvenhagener Künstlerin Anne Richard gestaltete Hintergrundmalerei. Sie zeigt mehrere Moschusochsen. Der spezielle Aufbau der Präparate vermittelt beim Betrachten die Illusion räumlicher Tiefe und erzeugt eine authentische Atmosphäre.

Christina Fass erzählt, dass sie in der Krise nicht untätig bleiben wollen und auch die aus der Kurzarbeit zurückgekehrten Mitarbeiter adäquat beschäftigen möchten. „Wir machen jetzt Dinge, die sich während der normalen Öffnungszeiten nicht vernünftig realisieren lassen“, heißt es.

Betreiber haben noch „Glück in all dem Unglück“

Als sie die Investitionen angegangen seien, hätten sie und ihr Mann noch mit einem kürzeren Lockdown gerechnet, berichtet sie. Dass es mehrere Monate dauern würde und dass bislang immer noch kein konkreter Termin für die Wiedereröffnung feststehe, damit habe keiner gerechnet. „Wir haben aber gut gewirtschaftet und den Kredit, den wir im vergangenen Jahr aufgenommen haben, mit Weitsicht ge- und verplant, sodass wir die beschriebenen Maßnahmen finanzieren können. Wir haben quasi noch Glück in all dem Unglück.“

Der alte Wildschutzzaun wird durch einen neuen aus Metall ersetzt.

Christina und Frank Fass hoffen auf die Wiedereröffnung spätestens zu Ostern. „Das Wolfcenter wird diese schwere Zeit überstehen. Auch wir haben Federn lassen müssen, stehen aber im Vergleich zu manch anderen noch gut da“, sagt Christina Fass, die sich mit ihrem Mann kontinuierlich um weitere Attraktionen für das Wolfcenter bemüht.

So schweben dem Paar Aktionen zu Wald- und Naturlehre vor, auch ein Niedrigseilgarten sei denkbar. Außerdem soll der Tierpark sobald wie möglich um weitere Gehege erweitert werden. Das dafür benötigte Areal haben die beiden längst gekauft, doch die Umsetzung ist abhängig vom Bauleitverfahren, das zurzeit noch anhängig ist. „Wir hoffen, dass sich hier in diesem Jahr etwas bewegt“, meint Christina Fass. Schneller dürfte indes der Bau eines weiteren Baumhaushotels zu realisieren sein. „Die Planung steht, und in Kürze wird der Bauantrag gestellt“, heißt es dazu.

Von Christel Niemann

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