Montagsdienstler zeigen Schätze: In Hülsen werden alte Gerätschaften gepflegt

Neue Chance für den alten Kurbelmax

Schmucke alte Trecker gehörten ebenfalls zur Ausstellung. Foto: Osthoff

Hülsen – Alte Gegenstände, die eigentlich längst ausgedient haben, bekommen in Hülsen nochmal eine neue Chance. Bei einer Ausstellung von Großgeräten auf dem jüngsten Backtag wurde mal wieder deutlich, dass es sich lohnt, die „Oldies“ zu pflegen. Zahlreiche Besucher bestaunten die Ausstellungsstücke ausgiebig.

Der Kulturförderkreis Hülsen hat es sich zur Aufgabe gemacht, das alltägliche dörfliche Leben im vergangenen Jahrhundert, insbesondere in der Zeit zwischen 1930 und 1970, der heutigen und den nachfolgenden Generationen anschaulich darzustellen. Im historischen Schafstallviertel werden deshalb Ausstellungen vorbereitet, in denen anhand von typischen Gegenständen aus den Bereichen Landwirtschaft, Handwerk und Hauswirtschaft verdeutlicht wird, wie sich damals dörfliches Leben abspielte. „Vom Plumpsklo bis zur Kohlenschütte und von der Sammeltasse bis zur Wäschemangel werden Gegenstände gesammelt, beschrieben und interessierten Besuchern gezeigt“, berichtet Werner Osthoff, der sich im Kulturförderkreis engagiert.

Einer der ehemaligen Schafställe dient der Unterbringung und als Reparaturwerkstatt für alte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen, von denen ein großer Teil inzwischen wieder funktionstüchtig gemacht worden ist. Alexander Galfinger, Reiner Lehnen, Hans Ebeling und – soweit Elektrik gefragt ist – auch Ronald Liß bilden das Team, das sich im Rahmen der sogenannten Montagsdienste des Vereins um diese Gerätschaften kümmern. Ihnen war daran gelegen, den Erfolg ihrer Arbeit einmal einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen.

Dafür bot sich der Backtag auf dem Dorfplatz an. Dort waren unter anderem eine Dreschmaschine des Typs „Fortschritt“ und eine Schrotmühle in Betrieb zu sehen, angetrieben von einem alten Deutz mit Riemenscheibe beziehungsweise von einem fahrbaren Elektromotor, wie er früher zu vielen Zwecken auf den Höfen eingesetzt wurde. Zu den weiteren Ausstellungsstücken zählten eine Häckselmaschine, ein Kurbelmax-Antrieb und eine Kartoffelsortiermaschine. Eingerahmt wurde die Ausstellungsfläche von einem alten Leiterwagen und von verschiedenen schmucken Traktoren, die von den Oldtimerfreunden Hülsen aufgestellt worden waren.

Natürlich hatten die Besucher Gelegenheit, sich die Ausstellungsstücke ganz aus der Nähe anzusehen. Und für fachkundige Nachfragen stand Kurt Hustedt, der sich im Ernte- und Mühlenverein Blender mit alten bäuerlichen Maschinen und Gerätschaften beschäftigt, gern zur Verfügung und konnte zu allen Stücken Auskünfte erteilen. Und so herrschte dann am Rande des Backtages ein reges Treiben, bei dem sich vor allem die älteren Besucher an die eigene Arbeit in früheren Zeiten auf den Dörfern erinnerten.  kt

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