Netzwerk „Dörverdener Flüchtlingshilfe“ gegründet / Entlastung für Engagierte

„Wollen die bestehenden Strukturen besser nutzen“

+
Ulrike Wöltjen, Wolfgang May, Heike Henze und Wolfgang Henze (von links) stellen das Netzwerk vor, das die Angebote der Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde koordiniert.

Dörverden - Das Ehrenamt spielt in der Flüchtlingskrise eine entscheidende Rolle. Auch in der Gemeinde Dörverden engagieren sich viele Bürger. Viele von ihnen haben sich mittlerweile auf freiwilliger Basis zusammengeschlossen und das Netzwerk „Dörverdener Flüchtlingshilfe“ gegründet.

Ziel sei die bessere Verknüpfung bestehender und neuer Angebote in der Flüchtlingsarbeit, wie Netzwerk-Koordinator Wolfgang Henze, seine Stellvertreterin Ulrike Wöltjen, Heike Henze (Ansprechpartnerin für Sprachförderung) und Wolfgang May (Ansprechpartner für den Kontakt zu Schulen) im Pressegespräch mitteilten.

Rund 100 Flüchtlinge leben zurzeit in der Gemeinde Dörverden und laut Prognosen sollen zeitnah weitere Menschen aus den Krisengebieten der Welt aufgenommen werden. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass die Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde in vielen Ansätzen bereits sehr gut funktioniere, es oft jedoch noch an Transparenz mangele, sodass sich die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer mehrheitlich für die Einrichtung eines übergeordneten System ausgesprochen haben.

„Das neue Netzwerk ermöglicht jetzt eine effiziente Abstimmung der Angebote und Strukturen. Außerdem dient es dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung der Betreuer“, so Henze. Klar sei, dass hier das Rad nicht neu erfunden werde, sondern bereits bestehende Strukturen genutzt würden, um ein möglichst breites Bündnis für eine erfolgreiche Integrationsarbeit zu schaffen.

Bessere Abstimmung

schafft „Luft“ für Helfer

Viele der dem Netzwerk angehörenden Flüchtlingshelfer begleiten und unterstützen die Flüchtlinge bereits seit einiger Zeit im Alltag. Sie erteilen niederschwellig Deutschunterricht, helfen bei Anträgen, bieten Begleitung bei Behördengängen, helfen bei der Wohnungssuche oder beraten über medizinische Unterstützungsmöglichkeiten. Andere fördern die Integration von Kindern und Jugendlichen auf vielfältige Weise, machen Angebote für die Sport- und Freizeitgestaltung oder helfen, Aktivitäten zu initiieren und durchzuführen, die das Zusammenleben von Flüchtlingen mit der einheimischen Wohnbevölkerung verbessern.

„Das Netzwerk, das eng mit den zuständigen Behörden und mit Gemeinde, Caritas oder der Kirche kooperiert, ist eine Anlaufstelle für alle Flüchtlinge“, so Wöltjen. „Wir sehen das Netzwerk als Plattform. Alle in der Flüchtlingsarbeit Tätigen machen Ähnliches. Wir müssen daher enger zusammenarbeiten und unsere Aktivitäten miteinander verzahnen“, erklärt Koordinator Henze. Denn je besser die Abstimmung untereinander, desto wirkungsfähiger die einzelnen Aktivitäten.

Zudem schaffe jedes Mehr an Abstimmung auch etwas „Luft“. Manch ehrenamtlicher Helfer sei nämlich bis an die Grenze seiner Möglichkeiten beansprucht. Es sei daher sinnvoll, die Akteure zu einem kontinuierlichen Austausch zusammenzubringen und ihren Einsatz zu koordinieren. Dadurch könnten zeit- und kräfteraubende Doppelstrukturen vermieden und Synergien gestärkt werden.

Am Mittwoch, 17. Februar, 17 Uhr, findet auf dem Kulturgut Ehmken Hoff das nächste Netzwerktreffen statt. Eingeladen sind dazu alle, die sich zur Mitarbeit im Netzwerk bereit erklärt haben sowie auch Personen mit Interesse an ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit.

Hier ein Überblick über die Kontakte zum Netzwerk: Koordinator Wolfgang Henze, E-Mail wolfgang.henze@hwhenze.de, Telefon 04234/409. Ansprechpartner in den Ortschaften sind Dr. Falk-Rembert von Eickstedt (Barme), Heike Henze, Dörte Niehaus, Helmut Kuhlemann (Dörverden/Stedorf), Euphemia Leck, Heike Wiehagen (Hülsen), Ulrike Wöltjen (Stedebergen), Karin Plump (Wahnebergen), Birgit Müffeler und Vanessa Koch (Westen) sowie als spezielle Ansprechpartner Heike Henze (Sprachförderung), Wolfgang May (Kontakt zu Schulen) und Friedel Röhrs (Beschäftigung, Praktika und Arbeit).

nie

Mehr zum Thema:

Bilder aus der Sat. 1-Show: „Nacktes Überleben - Wie wenig ist genug?“

Bilder aus der Sat. 1-Show: „Nacktes Überleben - Wie wenig ist genug?“

Helden, Goblin, Kolibri: Neue PC-Spiele in der Übersicht

Helden, Goblin, Kolibri: Neue PC-Spiele in der Übersicht

Jupiter Award 2017: Verknallt in Senta Berger

Jupiter Award 2017: Verknallt in Senta Berger

Mercedes-AMG GT Roadster: Sturmwarnung aus Stuttgart

Mercedes-AMG GT Roadster: Sturmwarnung aus Stuttgart

Meistgelesene Artikel

Hier kommen Lämmer im Minutentakt zur Welt

Hier kommen Lämmer im Minutentakt zur Welt

Wartehäuschenbau unter keinem guten Stern

Wartehäuschenbau unter keinem guten Stern

Mit 2,24 Promille in einen Vorgarten

Mit 2,24 Promille in einen Vorgarten

Achimer Wolfgang Mindermann singt in der Elbphilharmonie

Achimer Wolfgang Mindermann singt in der Elbphilharmonie

Kommentare