„Dit un Dat“ kommt an 

„Neddersassen Törn“ zu Besuch im Ehmken Hoff 

Plattdeutscher Zwischenstopp: Ilka Brüggemann und der Musiker Lars-Luis Linek im Ehmken Hoff. - Foto: Niemann

Dörverden - Auf „Neddersassen Törn“ unterwegs haben Ilka Brüggemann, NDR-Redakteurin in Hannover und bekannt durch „Hör mal’n beten to“ auf NDR 1, und der Musiker Lars-Luis Linek, Station auf dem Kulturgut Ehmken Hoff gemacht. Und das Duo kam bestens an beim Publikum.

„Neddersassen Törn“ verbindet Blues und Plattdüütsch, wenn der Vollblut-Musiker Linek mit der Mundharmonika, auf Platt „Snutenhobel“, den musikalischen Part meistert und seine kongeniale Partnerin „Dit un Dat“ und allerlei Dönjes zum Besten gibt. In dem rund zweistündigen Bühnenprogramm wurden viele kleine (Lied)Geschichten erzählt.

Geschichten, die Lust auf Niedersachsen und auf seine Bewohner machten und die bei den älteren Semestern im Publikum sicher auch so manche Erinnerung wachgerufen haben. So auch, als Linek über seine Italienreise im Kultfahrzeug der deutschen Wirtschaftswunderjahre, einem VW Käfer, sang, während sich Brüggemann an ihr erstes Fahrzeug, einen orangefarbenen VW Käfer, erinnerte, den sie für ein paar hundert Mark gekauft hatte.

Eine Steilvorlage für Lacher lieferten auch die Erzählungen vom Nackt-Fahrradfahren in Harz und Heide oder von Autofahrten mit ihrem Ehemann, dem „Stüermann“, auf dem Beifahrersitz. Bemerkungen wie „Pass op. Von rechts kummt eener“ oder „Is doch grün“, würden indes nicht zur Verbesserung der eigenen Gefühlslage sorgen. Insgesamt wusste das Duo mit seinen überwiegend witzigen Texten und launigen Geschichten und mit viel Liebe zur Musik die annähernd 100 Gäste gut zu unterhalten. Aufwändiges Equipment war dafür nicht erforderlich.

Das Programm brauchte weder durch technische Raffinessen noch durch ein aufwendiges Bühnenbild zu punkten, sondern wirkte allein durch die Authentizität der beiden Akteure, denen es ganz offensichtlich großen Spaß bereitete, in Kochs Hof auf der Bühne zu stehen. Linek nahm sich vor jedem neuen Song die Zeit, die Entstehung zu beschreiben und es bereitete ihm sichtlich Vergnügen, die Klangmöglichkeiten des kleinen Instrumentes voll auszureizen und ihm die fantastischsten Töne zu entlocken.

Für Laura Schnupp aus Barme wird die Begegnung im Ehmken Hoff in besonderer Erinnerung bleiben. Die Neunjährige ist Plattdeutsch-Fan und unterhielt sich schon vor dem Auftritt ganz angeregt mit Linek. Und auch er hatte seinen Spaß an dem „Talk op Platt“. Dabei erfuhr er von Laura, dass sie in der Schule regelmäßig die Plattdeutsch AG besucht. Vielleicht steht da ja schon schauspielerischer Nachwuchs in den Startlöchern? - nie

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