Teilnahme von großer Bedeutung

Nahwärmenetz-Umfrage zum Bedarf in der Ortschaft Westen gestartet

Zwei Männer vor einer Hecke.
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Möchten eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz in Auftrag geben: Corbinian Schöfinius (l.) und Torsten Weidlich.

Westen – Klimawandel und Erderwärmung sind angesichts der Häufung von Naturkatastrophen wichtige Themen – in der Politik und an den Stammtischen. In Westen wird über eine Wärmeversorgung durch ein Nahwärmenetz nachgedacht, das sich insbesondere für die energetische Versorgung der älteren Gebäude im gewachsenen Ortskern anbieten würde.

Bereits vor über einem Jahr konnte die „REALWeg“ EU-Fördermittel der Leader-Region Aller-Leine-Tal und Mittel der Gemeinde Dörverden sichern, um eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz in Auftrag zu geben.

Regenerative Wärmeversorgung für die Ortschaft

Torsten Weidlich, Lohnunternehmer in Ahnebergen und seit sehr vielen Jahren mit allen Facetten von Holzhackschnitzeln vertraut, hat sich schon lange Gedanken zu einer besseren Nutzung von Holzhackschnitzeln und einer regenerativen Wärmeversorgung für die Ortschaft Westen gemacht. Gemeinsam wurde nun die Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht.

Fragebögen in Westen verteilt

Um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen, wurden Fragebögen in Westen verteilt, um den Wärmebedarf im Ort noch besser abschätzen zu können. Mithilfe dieser Befragung soll das Interesse und der Bedarf an einer nachhaltigen Wärmeversorgung ermittelt werden. Zugleich können die Einwohner von Beginn an in den Planungsprozess mit eingebunden werden.

Machbarkeitsstudie als Grundlage

Für die federführenden Initiatoren Corbinian Schöfinius und Torsten Weidlich verfügt die Ortschaft über reichlich Potenzial für ein Nahwärmenetz. Doch zunächst gilt es, mit einer Machbarkeitsstudie herauszufinden, was technisch und wirtschaftlich überhaupt möglich ist. Hierbei sind die Initiatoren vor allem auf die Unterstützung der örtlichen Hauseigentümer angewiesen.

Mit der Durchführung der Studie wurde die 3N Dienstleistungs GmbH beauftragt, deren Gesellschafter der Landkreis Emsland, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen und das Land Niedersachsen sind.

Wärme aus zentralem Heizwerk

Schöfinius und Weidlich erzählen, dass ein Nahwärmenetz realistisch scheine, mit dem Wärme in einem zentralen Heizwerk durch Hackschnitzel erzeugt und anschließend durch Zuleitungen in die Haushalte verteilt werde. In der Machbarkeitsstudie würden aber auch weitere Alternativen, wie zum Beispiel eine Unterstützung durch Sonnenenergie, betrachtet.

Wärmenetz privat oder von Genossenschaft betrieben

Das Wärmenetz könnte privat betrieben werden. Schöfenius zufolge sei aber auch eine Genossenschaft denkbar.

Die Vorteile eines Nahwärmenetz liegen für beide Gesprächspartner klar auf der Hand: „Der Wärmepreis gestaltet sich unabhängig vom Öl- und Gaspreis, der Komfort erhöht sich, da kein Öl mehr getankt werden muss und die Kosten für Heizungswartung und Schornsteinfeger entfallen.“ Hinzu komme, dass das Nahwärmenetz nicht von künftigen Vorschriften für stationäre Öl-, Gas- oder Holzheizungen tangiert werde und, was besonders bedeutsam sei, die Umweltbelastung erheblich geringer ausfiele.

Mit der Übermittlung der Daten in der Befragung, so Weidlich, entstehe keinerlei vertragliche Verpflichtung. „Es ist lediglich eine Datenerhebung, um den Wärmebedarf zu berechnen und die Auslegung der Trassen im Nahwärmenetz zu planen, mit dem Ziel, die Wärmeleitungen kurz zu halten, um eine möglichst kostengünstige Realisierung zu gewährleisten.“ Schließlich müsse der Wärmebedarf der Abnehmer auch in Spitzenzeiten stets zuverlässig in vollem Umfang gedeckt sein.

Teilnahme an Umfrage von großer Bedeutung

Für möglichst aussagekräftige Ergebnisse ist eine Teilnahme an der Umfrage von großer Bedeutung. Daher hoffen die Initiatoren, dass viele Westener Hausbesitzer ihrem Aufruf zur Teilnahme an der Umfrage folgen, die selbstverständlich freiwillig ist.

Die Umfragebögen sollen ausgefüllt als Foto per E-Mail an Info@realweg.de oder 0175/3303748, durch Einwurf in den Briefkasten der Genossenschaft oder durch Abgabe im Laden Rosebrock bis Sonntag, 15. August, zurückzugeben werden. Für Hausbesitzer, die immer noch keinen Fragebogen bekommen haben, liegen ausreichend Exemplare zum Mitnehmen im Laden Rosebrock aus.  

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