Optimierte Fruchtfolge: Gärtner Max Rehberg baut in Westen die dritte Halle

Nach dem Feldsalat wachsen Gurken und Tomaten

Westen - Um sich seine eigene Existenz aufzubauen, hat Gärtner Max Rehberg, der ökologische Agrarwissenschaft studierte und langjährige berufliche Erfahrung hat, im März an der Dörverdener Straße in Westen zwei neue große Folienhäuser gebaut. Mit der „LohmannsHof Gärtnerei“, wie er sie taufte, weitete er die regionale Erzeugung von Biogemüse aus. Und nach nur sieben Monaten kann man von einer Erfolgsgeschichte sprechen.

„Der Bau einer dritten Halle war logischerweise die Folge“, so Rehberg. Die wurde bis auf einige Restarbeiten kürzlich fertig gestellt. In zwei Wochen soll in der 60 Meter langen und zwölf Meter breiten Halle Feldsalat gepflanzt werden. Nach der ersten Ernte in etwa sechs Wochen wird über den Winter bis hin zum März immer wieder neu gepflanzt.

Im Sommer werden dann Gurken angebaut. „Aber nicht nur wirtschaftliche Gründe waren der Grund für den Bau der dritten Halle“, so Rehberg. Denn die Besonderheit von drei Hallen sei die optimale Nutzung der Fruchtfolge. Denn die sei die Voraussetzung zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Mit Fruchtfolgen werde der Erschöpfung der Nährstoffe im Boden vorgebeugt und der Krankheits-, Schädlings- und Unkrautdruck werde reduziert. „Die Fruchtfolge ist in der konventionellen Landwirtschaft wichtig, aber bedeutend wichtiger im biologischen Anbau, da wir nicht die Mittel zum Schutz der Pflanzen wie im konventionellen Anbau verwenden können“, macht Rehberg klar.

Die Fruchtfolge in den Folienhäusern besteht im jährlichen Wechsel von Tomaten, Gurken und Gemüsesaatgut im Sommer, sowie Feldsalat und Postelein im Winter. Für eine ausgewogene Ernährung der Pflanzen sorgen der humose Sandboden und eine organische Düngung. Durch den Einsatz von Nützlingen können Schadinsekten minimiert werden.

Dank der gut isolierten Thermohäuser wachsen Tomaten und Gurken von April bis in den späten Herbst hinein. Dabei müssen sie wöchentlich von Hand gepflegt und angebunden werden. Ab Juni kann dann geerntet werden.

Die Feldsalat-Saison beginnt im November und endet im März, kurz bevor die neuen Tomatenpflänzchen kommen. Ein weiteres Standbein der „LohmannsHof Gärtnerei“ ist die Vermehrung und Züchtung von biologisch erzeugtem Gemüsesaatgut, das mit in die Fruchtfolge eingebaut wird. Max Rehberg freut sich, dass er mit dem Bau des dritten Gewächshauses seine Produktion, aber auch die Qualität seiner Produkte steigern kann. - kt

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