Brenda Lee Beckmann verwöhnt ihre Gäste mit Torten und mehr

Mutiger Schritt in schwierigen Zeiten

Eine Frau steht in einer alten Holztür und hält einen Kuchen in der Hand.
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Brenda Lee Beckmann ist gastronomieerfahren und hat auch schon in namhaften Patisserien und Sterneküchen gearbeitet.

Das Café im Ehmken Hoff ist wieder belebt. Brenda Lee Beckmann backt für die Sonntage und freut sich auf Gäste. Allerdings ist das in diesem Zeiten nicht so einfach. Die Corona-Regeln un die Angst vor Ansteckung sorgen für ein nicht ganz ausgelastetes Café. Außerdem sucht die neue Betreiberin Personal.

Dörverden – Im Ehmken Hoff Café in Dörverden gibt Brenda Lee Beckmann seit Dezember vergangenen Jahres den Ton an. Und die Corona-Krise hat sie bislang sogar besser gemeistert als gedacht, doch auf lange Sicht sind mehr Einnahmen nötig. Die junge Frau, die über Erfahrungen in der gehobenen Gastronomie verfügt, nimmt die Herausforderung beherzt an und hofft auf bessere Zeiten.

Für Brenda Lee Beckmann war es Liebe auf den ersten Blick: Zum 1. Advent 2021 hat sie einen mutigen Schritt getan und mitten in der Corona-Krise die Leitung des Cafés auf dem Kulturgut Ehmken Hoff in Dörverden übernommen. Auf der Karte stehen neben Kaffee, Cappuccino und verschiedenen Teesorten vor allem Leckereien, die Beckmann überwiegend aus biologischen Zutaten selbst herstellt: darunter Torten, Brownies, feine Gebäcke und herzhafte Quiches.

„Es war in der Tat ein ungewöhnlicher Zeitpunkt, um ein solches Projekt anzugehen, und es liegen turbulente Wochen hinter mir, aber ich habe mir damit einen Traum erfüllt“, resümiert die junge Frau. Mit dem ersten Monat zeigt sie sich einigermaßen zufrieden und spricht von gemischten Gefühlen. „Die ständig wechselnden Corona-Regeln sind natürlich problematisch. Sie verunsichern die Gäste, sodass der Cafébetrieb starken Schwankungen ausgesetzt ist.

Stammgäste in Dörverden hinzugewonnen

Beckmann erzählt weiter, dass sie in den wenigen Wochen seit der Eröffnung des Ehmken Hoff Cafés bereits etliche Stammgäste gewonnen habe. Die hielten zu ihr, auch das Take-Away-Angebot sei gut angenommen worden. Doch gerade sei die Stimmung verhaltener und ruhiger, sodass sie das Café am ersten Januarwochenende auch noch nicht wieder geöffnet habe. „Ich schätze, die Menschen haben Angst vor Omikron“, mutmaßt Beckmann, für die auch selbst die Unabwägbarkeiten und Unsicherheiten das Schlimmste in dieser Krise sind. „Ich bin Realistin und ziemlich überzeugt davon, dass uns das Thema noch länger begleiten wird. Darauf muss ich mich einstellen.“

Als an einem Wochenende die 2G-plus-Regelung, sprich geimpft oder genesen und dazu getestet, eingeführt wurde, habe ich das sofort gemerkt, denn die Cafégäste blieben weg. Das nächste Mal, diesmal unter 2G, herrschte so reger Betrieb im Café, dass ich mir die Laufschuhe anziehen musste.“

Saisonale und regionale Rohstoffe werden verarbeitet. Außerdem sind vegane und glutenfreie Backwaren im Angebot.

Beckmann lächelt. „Ich habe in relativ kurzer Zeit sämtliche Corona-Regeln erlebt.“ Von 3G über 2G und 2G-plus bis zur 70-Prozent-Belegungsregel sei alles dabei gewesen. Aber sie wolle nicht hadern. Es sei halt aktuell eine schwierige Zeit und sie habe zum Ziel, dass sie es schaffen wolle, diese besonderen Herausforderungen zu meistern.

Beckmann spricht von dem großen Potenzial, das das Kulturgut mit dem Café ihrer Überzeugung nach hat. „Spätestens wenn es wärmer wird, wird es wieder aufwärts gehen. Das Kulturgut ist ein ideales Ausflugsziel; eine Perle“, sagt sie und, dass das Café trotz der aktuellen Schwierigkeiten ihr großes Herzensprojekt sei. „Ich habe noch so viele Ideen, möchte beispielsweise die Öffnungszeiten erweitern und nach vorheriger Absprache auch Frühstücke, Geburtstags- oder Trauerkaffees ausrichten, aber ich muss natürlich schauen, wie und was geht.“

Brenda Lee Beckmann: „Man ist immer dabei, sich neu zu erfinden.“

So sei bislang ihre intensive Suche nach je einer Aushilfskraft für Theke und Service erfolglos im Sande verlaufen. Noch würden Familie und Freunde helfen, aber ein Dauerzustand sei das natürlich nicht. Beckmann hofft, dass die Politik die Auflagen für die Gastronomie nicht wieder verschärft, sodass erneut „2G-plus“ kommt. Da kaum ein Gast bereit sei, für einen Cafébesuch eigens einen Test zu machen.

Beckmann gibt zu, dass sie wegen Corona schon sehr belastet sei und häufig unter Dampf stehe. „Man ist immer dabei, sich neu zu erfinden, das Konzept zu verändern und irgendwie auf die Gegebenheiten einzugehen“, erklärt sie den Stress. Und ergänzt: „Das geht schon an die Nerven, raubt einem die Kraft und leider auch ein Stück weit die Freude am Tun.“

Die Corona-Zwickmühle hat Beckmann jetzt dazu veranlasst, die Öffnungszeiten zu reduzieren. Offen ist das Café mit dem nostalgischen Flair nur noch sonntags, zwischen 13 und 17.30 Uhr. Alternative Öffnungswünsche sind aber weiterhin nach Absprache mit Brenda Lee Beckmann unter der Handynummer 0152/24863879 oder E-Mail cafe@ehmken-hoff.de möglich und erwünscht.  nie

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