Moderne Mobilitätskonzepte gefordert / „CDU täuscht falsche Tatsachen vor“

Grüne gegen einen dritten Allerübergang

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Die Grünen wollen den Plan einer Fahrradbrücke entlang der Eisenbahnlinie unterstützen – für sie die umweltfreundlichere Alternative.

Westen - „Ein dritter Allerübergang ist ökologisch nicht vertretbar und hilft auch nicht, die Verkehrsprobleme in absehbarer Zeit zu lösen“, waren sich Vertreter der Grünen aus dem Kreistag, der Stadt Verden und der Gemeinde Dörverden bei einem Treffen im Gasthof zur Mühle in Westen einig. Stattdessen setzen sie auf kommunale Mobilitätskonzepte, die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und die Verlagerung des motorisierten Verkehrs auf umweltfreundlichere Varianten wie Bahn und Fahrrad. Dies teilen die Grünen in einer Pressemitteilung mit.

Ein dritter Übergang mitten durch die Allerniederung sei schon aus naturschutzfachlicher Sicht nicht genehmigungsfähig. Aufgrund der Ergebnisse der Verkehrszählungen würde die zwingend im Rahmen einer erforderlichen Prüfung der Auswirkungen auf den Naturhaushalt durchzuführende Bedarfsanalyse im dortigen FFH-Gebiet zu einem negativen Ergebnis führen. Dem Artenschutz sei durch die letzte Novellierung des Naturschutzgesetzes eine hohe Priorität eingeräumt worden und unterliege als zwingendes Recht nicht der Abwägung. Daher sei mit der Genehmigung des Baus einer neuen Brücke nicht zu rechnen.

Darüber hinaus würde die Realisierung des Projektes Jahrzehnte in Anspruch nehmen und nicht zu einer Lösung aktueller Verkehrsprobleme beitragen. Vortäuschen falscher Tatsachen werfen die Grünen daher der CDU vor, „die durch Befragungen der Bürger signalisiert, ein neuer Allerübergang sei möglich, wenn er denn gewollt sei und würde zudem heutige Verkehrsprobleme lösen“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Moderne Verkehrspolitik müsse auch den demographischen Wandel und das veränderte Verkehrsverhalten berücksichtigen. Neue und kreative Lösungen seien gefragt. Mobilitätskonzepte, die den öffentlichen Nahverkehr stärken und flexible Bedienungsformen im Nahverkehr entwickeln führen schneller zum Ziel.“ Die Grünen wollen entsprechende Konzepte auf die Stadt Verden und den Südkreis übertragen. Bestandteil der Überlegungen ist unter anderem die Fahrradbrücke entlang der Eisenbahnlinie. Untersuchungen hätten gezeigt, dass hier eine Verlagerung des motorisierten Verkehrs auf eine umweltfreundliche Alternative erreicht werden könne. Durch Pedelecs und E-Bikes würde der Umstieg aufs Fahrrad erleichtert. Damit würden Prioritäten für die Zukunft gesetzt.

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