WSV Dörverden lässt Boote im Winterlager

Mitglieder sichern Steganlage: Gefahr des Abtreibens in Richtung Weserwehr

Mit einer Hilfskonstruktion stabilisierten die Mitglieder zunächst einmal den Stegbereich. Foto: Niemann
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Mit einer Hilfskonstruktion stabilisierten die Mitglieder zunächst einmal den Stegbereich.

Dörverden – Die Saison hat noch nicht einmal angefangen und ist für die Freizeitskipper im Wassersportverein (WSV) Dörverden schon wieder vorbei. „Tote Hose ist angesagt“, sagte der Vereinsvorsitzende Peter Schneider, der gemeinsam mit seinem Vize Wolfgang Gratsch und Vereinsmitglied Thomas Brandt eine dringend notwendige Sicherungsmaßnahme an der Steganlage durchführte.

„Bei der Havarie eines Frachtschiffs am 14. März wurden an einem Ausleger der Steganlage sämtliche Schwimmkörper zerstört“, berichtete Schneider, der vermutet, dass die Versuche des Schiffsführers, den Frachter durch Vollgas wieder freizubekommen, die Schäden verursacht hat. „Der Ausleger wurde dabei immer wieder herumgetrieben, und da außerdem auch noch starke Strömung herrschte, hat es sämtliche Tonnen zerrissen.“ Es gelte zu verhindern, dass der Teil der Steganlage sich losreiße und mit der Strömung weserabwärts treibe.

In Zeiten von Corona erwies sich der Sicherheitseinsatz allerdings nicht als leichtes Unterfangen. Galt es doch, sich beim Arbeiten möglichst nicht zu nahe zu kommen. „Wir können aber nicht warten, sonst driftet der Steg möglicherweise in Richtung Weserwehr ab“, sagte Schneider. Auch die aktuelle Hochwasserlage und die Strömungskraft der Weser habe zügiges Handeln erfordert.

Blick auf die Bootsanlage im vergangenen Jahr. 

Ansonsten haben sich die Mitglieder des WSV darauf eingestellt, dass die Bootssaison 2020 ins Wasser fallen wird. „Das hat sich erledigt, weil man nichts planen kann. Das Anschippern fällt aus und die Boote bleiben im Winterlager“, so die drei Freizeitskipper. Vorgesehen sei, im Sommer die seit langem geplante Sanierungsmaßnahme am schwimmenden Vereinsheim „Palm Beach“ durchzuführen. 

Sämtliche Schwimmkörper waren zerstört. 

Schneider: „Eine Spezialfirma wird vor Ort die Schwimmkörper mit 15 Kubikmetern Spezialschaum ausschäumen.“

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