Projektgruppe will Mobilität verbessern

Mitfahrbänke für Dörverden: Antrag gestellt

Die Projektgruppe „Mitfahrbänke“ freut sich über das große Interesse, auch aus anderen Gemeinden.

Dörverden - Wer kein Auto hat, hat es hinsichtlich der Mobilität schwer auf dem Land. Das Forum Zukunft Dörverden setzt sich daher für Mitfahrbänke ein. Die Idee: Wer auf einer solchen Bank sitzt, wird mitgenommen.

Wenn im Forum Zukunft Dörverden über Dorfentwicklung in der Gemeinde gesprochen wird, wird regelmäßig auch der Wunsch von Bürgern nach einem besseren Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr laut. Vor diesem Hintergrund hat sich im Forum unter Federführung von Thomas Krug die Projektgruppe „Mitfahrbänke“ gegründet und am Mittwochabend Interessierte zu einem Informationstreffen ins Gasthaus Zur Mühle in Westen eingeladen.

Verkehrsgünstig aufgestellt und mit einem Hinweisschild in Szene gesetzt, kann die unkonventionelle Mitfahrgelegenheit vielleicht schon im kommenden Jahr den Bürgern dabei helfen, von A nach B zu kommen. Der entsprechende Förderantrag bei Leader Plus hat Krug gestellt und nach dessen Auffassung geht das Projekt gut voran.

„Im ersten Schritt werden wohl zunächst Mitfahrgelegenheiten in der Gemeinde Dörverden realisiert.“ Aber auch in den umliegenden Gemeinden sei das Interesse an einer Projektteilhabe groß. Krug: „Am Infoabend haben auch Bürger aus Morsum oder aus der Samtgemeinde Rethem teilgenommen, die ebenfalls am Aufstellen einer Mitfahrbank Interesse haben. Das Prinzip ist einfach und schnell erklärt: Wer auf der Bank Platz nimmt, zeigt, dass er mitgenommen werden möchte. Autofahrer können also rechtzeitig anhalten und sie einsteigen lassen und damit die Mobilität der Landbewohner erheblich verbessern.“

Neu ist die Idee übrigens nicht, und in mehreren ländlichen Gemeinden wird das Prinzip Mitfahrbänke bereits erfolgreich eingesetzt. Versichert sind die mitfahrenden Gäste durch die Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters.

Krug und seine Mitstreiter sind davon überzeugt, dass Mitfahrerbänke sinnvoll und hilfreich sind. Und dass der Dörverdener Bürgermeister Alexander von Seggern die Initiative begrüßt, stimmt ihn froh und zuversichtlich. „Der Bürgermeister scheint gut informiert und hat seine Unterstützung signalisiert“, so Krug, der sich vorstellen kann, dass das Projekt zunächst im Kleinen startet, damit dann nach und nach ein Netzwerk im Aller-Leine-Tal entsteht. Zudem habe das Projekt neben der Erhöhung der Mobilität noch einen weiteren positiven Aspekt, da es nachhaltig sei und die Umwelt schone, weil nicht jeder für sich allein, sondern man gemeinsam im Auto unterwegs sei.

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