Zu Besuch im Delfinarium

Merit Meinecke (11) will Tiere der Meere retten

Mit Delfinen dick befreundet: Merit im Delfinarium.

Dörverden - Sie ist gerade erst elf Jahre alt geworden und bereits sehr an Flora und Fauna interessiert. Da ihr besonders der Schutz von Delfinen, Walen und der Weltmeere am Herzen liegt, wollte Merit Meinecke gerne selbst etwas tun und hat kurzerhand vor dem Haus ihrer Großeltern in Stedorf einen Infostand aufgebaut, um vorübergehende Passanten für ihr Anliegen zu gewinnen.

„Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen, jeder kennt ihn, den klugen Delfin …”, so lautet eine Liedzeile aus der bekannten amerikanischen Fernsehserie mit dem wendigen Tier in der Hauptrolle. Immer, wenn Gefahren drohten, war Flipper zur Stelle und machte darauf aufmerksam, sodass jede Folge glücklich zu Ende ging.

Im Wissen, alleine nichts ändern zu können, baut sie Infostand

Eine heile Filmwelt, die leider nicht der Wirklichkeit entspricht. Dass sie daran alleine nichts ändern kann, ist Merit natürlich bewusst. Dennoch versucht die Gymnasiastin im Kleinen, sich für die Belange von Tier und Meeren einzusetzen. Keine Plastiktüten verwenden, Müll recyclen oder einen Teil vom Taschengeld spenden: Aus Sicht des Mädchens sind es nicht die großen Gesten, die zählen, sondern das, was jeder einzelne täglich tut und entscheidet.

Einsatz für die Tiere: Merit und ihr Vierbeiner Daisy werben für mehr Rücksichtnahme.

In den zurückliegenden Sommerferien hat Merit mit ihren Eltern auf Teneriffa auch zwei Delfinarien besucht. Eine ganz besondere Begegnung: „Ich finde es nicht gut, Delfine oder Pottwale in Gefangenschaft zu halten“, betont die Tierfreundin. Denn in freier Wildbahn lebten etwa Delfine in großen Sozialverbänden, schwämmen täglich rund 100 Kilometer weit und tauchten bis zu 300 Meter tief. Kein Delfinarium könne diese Bedingungen bieten. Zwar hätten die besuchten Delfinarien im Großen und Ganzen einen guten Eindruck gemacht, erzählt Merit. Und bei aller Skepsis: Der Möglichkeit, mit einem leibhaftigen Delfin auf Tuchfühlung zu gehen und sich dabei fotografieren zu lassen, konnte auch sie nicht widerstehen. „Es war sehr schön und aufregend“, sagt sie und dass sie dieses Erlebnis sicher nie wieder vergessen wird.

Aber in Freiheit würden die Tiere sich sehr viel wohler fühlen. Eben so, wie der echte Flipper auch.

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