Mehr als nur mit Puscheln wedeln

Cheerdance im SV Hülsen kommt gut an

Mädchen tanzen in einer Halle
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Hüftarbeit und Rhythmus sind eine Herausforderung. „Das ist echt schwer“, stöhnen einige Mädchen, üben aber tapfer weiter.

30 erwartungsfrohe Mädchen zwischen acht und 15 Jahren – alle einheitlich in schwarzer Sportkleidung – gehen in Position: Dann heißt es Arme ausstrecken, denn die Abstände müssen stimmen. „Wir machen jetzt etwas Körperhaltung und Dehnen“, gibt Stefani Schade vor. Die Referentin vom Cheerleading und Cheerperformance Verband Deutschland lässt die Kids auf der Stelle springen, Drehungen machen oder ruft ihnen Kommandos fürs Dehnen zu.

Hülsen – Vieles macht Schade den Mädels auch vor und die halten tapfer mit. Hin und wieder ist verlegenes Gekicher zu vernehmen, doch nach ein paar Fehlversuchen kriegt noch jeder Move den Groove.

Zu cooler Musik tanzen und dabei Sportler und Publikum anfeuern – wie das geht, haben in den vergangenen Tagen 30 Mädchen im Alter von acht bis 15 Jahren beim Feriencamp für Cheerleading mit Stefani Schade in der Schulsporthalle in Westen gelernt. Organisiert wurde das etwas andere Tanztraining vom SV Vorwärts Hülsen, da der Verein im vergangenen Jahr sein sportliches Portfolio um die Sparte „Cheerdance“ für Kinder und Jugendliche erweitert hat. „Wir machen ausschließlich Cheerdance“, stellt Miji Roth, die das Camp und die beiden Teams organisiert hat, erst einmal klar. Und Trainerin Stella Weigel ergänzt, dass es dabei – anders als beim Cheerleading – keine spektakulären Menschen-Pyramiden, dafür aber sehr viel Bodenakrobatik, Tanzeinlagen von Ballett bis Hip-Hop und ausgefeilte Choreografien gebe.

Schwarz-weiße kleine Stinktiere

Die regulären Trainingszeiten im Verein sehen mit einer Stunde an zwei Tagen pro Woche eher wenig aus, doch es müssen erst einmal beide Gruppen in den Altersklassen PeeWees (8 bis 10 Jahre) und Juniors (11 bis 15 Jahre) aufgebaut werden. Außerdem, so Roth, wären zusätzliche Hallenzeiten nur schwer zu bekommen. Als Gruppenname haben sich beide Teams für „Black & White Skunkies“, schwarz-weiße kleine Stinktiere, entschieden. Der ungewöhnliche Name sei spontan ohne Anlass entstanden und beim Vereinsvorsitzenden Uwe Kaiser zunächst gar nicht gut angekommen, berichtet Roth. Doch der Name müsse halt einprägsam sein, und er passe außerdem zu dem neuen Outfit der Mädels.

Miji Roth und Stella Weigel erzählen, dass Cheerdance viel mehr sei als tanzende Mädchen, die je ein Paar Puscheln in den Händen halten. „Das ist ein Vorurteil, denn Cheerdance ist ein anstrengender und fordernder Sport“, so Roth und Weigel unisono. Sie erzählen vom holprigen Start der beiden Gruppen in der neuen Vereinssparte, da die Proben coronabedingt zunächst nur zögerlich beginnen und dann sogar vollkommen ausfallen mussten. Durch kreative Online-Angebote sei es jedoch gelungen, das Interesse am Cheerdance wach zu halten, und nun sei es erfreulich, dass die tanzbegeisterten jungen Mädchen das mehrtägige Ferienangebot so rege nutzten.

Erste Turniere bereits im Blick

„Wir im Verein wollen jetzt auch endlich durchstarten“, meint Roth. Seitdem es im April grünes Licht für das Kontakttraining in der neuen Abteilung gab, sind die kleinen wie die großen Mädchen Feuer und Flamme für die neue Sportart. „Bei den Kindern gibt es zurzeit bereits einen Aufnahmestopp und wir mussten eine Warteliste einrichten“, erzählt die Trainerin. Die ersten Tänze haben beide Teams inzwischen einstudiert. Dabei geht es erst einmal um Bewegungen, wie die Arm- und Körperhaltung, sowie kleinere Kicks, Sprünge und Drehungen. Außerdem haben die Mädchen erste Kurz-Choreografien und Bewegungsabläufe passend zur Musik erarbeitet. Nach dem ersten Auftritt, im Rahmen der Jubiläumsfeier ihres Vereins, haben sie für die Zukunft bereits ihre Teilnahme an regionalen Meisterschaften etwa im benachbarten Heidekreis oder in Bremen im Blick.

„Aber primär sollen die Mädels Spaß haben“, so das Hauptziel von Stella Weigel und Co-Trainerin Katharina Look. Von Meisterschaftstiteln träumen die Trainerinnen daher (noch) nicht, zumal die Teilnahme ohne die Unterstützung durch Sponsoren ohnehin kaum machbar wäre. „Wir müssen noch einiges an Trainingsequipment anschaffen. Wichtig sind vor allem Matten, die insbesondere bei den akrobatischen Übungen wichtig sind und der Sicherheit der Sportlerinnen dienen“, so Roth.

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